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 - Echter Rosentaupilz (Podosphaera pannosa) - eine Variante des Echten Mehltaus [Foto: USDA Forest Service - Lizenz: CC]
Rosen werden bei feuchter Witterung oft schon kurz nach dem Austrieb von zahlreichen Pilzkrankheiten heimgesucht. Besonders häufig befallen werden sie von Echtem Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.
Echter Mehltau bzw. Echter Rosentaupilz (Podosphaera pannosa)
Ein Befall mit Echtem Mehltau zeigt sich durch einen weißen, mehlartigen Belag an Blättern, Triebspitzen und Knospen. Befallene Blätter rollen sich zusätzlich leicht ein.
Heiße Witterung begünstigt das Auftreten von Echtem Mehltau an Stauden. Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, entstehen bei einem Befall einzelne weiße Blattflecken, deren Anzahl und Größe rasch zunimmt. Schließlich können die Blätter komplett von einem weißen, mehlartigen Sporenbelag bedeckt sein. Zum Teil sind auch Stängel, Triebe, Knospen und Blüten betroffen. Später kann es zusätzlich zu Blattkräuselungen beziehungsweise zum Verbräunen und Absterben der Blätter kommen.
Echte Mehltaupilze treten vor allem bei trocken-warmer Witterung auf. Eine erhöhte Luftfeuchte begünstigt die Entwicklung der Pilze zusätzlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Schadpilzen sind Echte Mehltaupilze aber nicht zwingend auf andauernde Blattfeuchte wie Regenwetter angewiesen. Daher wird der Echte Mehltau auch als Schönwetterpilz bezeichnet. Bei Stauden tritt ein Befall vor allem an Astern, Phlox, Rittersporn und Indianernessel auf.
Bei beginnendem Befall sollten zunächst die erkrankten Blätter entfernt und betroffene Triebspitzen zurückgeschnitten werden. Reicht diese Maßnahme allein nicht aus, können zusätzlich zugelassene Pilzbekämpfungsmittel aus dem Gartenfachhandel helfen. Wegen der begrenzten Wirkungsdauer der Mittel ist es ratsam, die Behandlung mehrmals im Abstand von 8 bis 14 Tagen zu wiederholen.  - Sternrußtau (Diplocarpon rosae) - [Foto: Zéphirine Drouin, Wikimedia, GNU-Lizenz]
Rosenrost (Phragmidium mucronatum)
Der Rosenrost hingegen verursacht gelborange-farbene Flecken an der Blattoberseite, während sich an der Blattunterseite zunächst orangefarbene, später braunschwarze Pusteln entwickeln. Stark erkrankte Blätter fallen vorzeitig ab.
Sternrußtau (Diplocarpon rosae)
Die aggressivste Pilzkrankheit an Rosen ist der Sternrußtau : Bei einem Auftreten des Pilzes entstehen unregelmäßige violettschwarze, sternförmige Blattflecken mit ausgefranstem Rand. Blätter werden nachfolgend sehr schnell gelb und fallen vorzeitig ab.
Um eine Ausbreitung von Pilzkrankheiten zu verhindern, ist es zunächst sinnvoll, kranke Rosenblätter frühzeitig abzupflücken und zu vernichten. Bei einem Mehltaubefall sollten kranke Triebspitzen eventuell leicht zurückgeschnitten werden.
Der Hobby-Gärtner sollte außerdem eine Bewässerung über Kopf vermeiden, da andauernde Blattfeuchte das Auftreten von Pilzkrankheiten, insbesondere von Sternrußtau, deutlich begünstigt. Zusätzlich können wiederholte Fungizidspritzungen helfen, einen Pilzbefall zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Gärtnertipp:
Damit Gärtner auch ohne regelmäßigen Pflanzenschutz Freude an üppig blühenden Rosen haben, testen der Bund deutscher Baumschulen und Rosenzüchter gemeinsam mit dem Bundessortenamt neue Sorten auf ihre Widerstandsfähigkeit. Die Rosen, die den Rosen-TÜV bestanden haben, sind hoch bis sehr hoch widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten und werden regelmäßig auf den Webseiten des ADR unter www.adr-rose.de veröffentlicht.
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