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 - Der filigrane Farn umkränzt die majestätisch wirkende Funkie. Der Bambus im Hintergrund ergänzt die Wirkung.
Die Stauden der Gattung Hosta überzeugen mit raffinierten Farbverläufen und grenzenloser Formenvielfalt
Das Gute braucht seine Zeit: Eine Hosta zeigt ihre volle Schönheit erst zwei oder drei Jahre nachdem sie eingepflanzt wurde. Von Jahr zu Jahr werden diese Stauden etwas schöner und größer. Hosta werden umgangssprachlich auch Funkien genannt. Sie sind sehr langlebig – sozusagen Stauden zum Vererben.
Früher wurden sie oft als Lückenbüßer für schattige Gartenplätze eingesetzt. Heute sind sie nicht zuletzt dank zahlreicher Neuzüchtungen die idealen Blattschmuckstauden für jeden Ort im Garten. In Kübeln kann man sie auch auf Terrassen platzieren. Es gibt sie in allen Größen und sie passen für wirklich jede Gartensituation, manche sogar für sonnige Plätze.
Die Stauden der Gattung Hosta sind nicht ohne Grund zur „Staude des Jahres 2009“ gewählt worden: Bei den Blattschmuck-Stauden sind sie die Aufsteiger der letzten Jahre. Sie haben eine spezielle Mischung aus Attraktivität, Langlebigkeit und Anspruchslosigkeit.
 - Wassertropfen nach einem Regenschauer erhöhen den Reiz der klar strukturierten Hosta-Blätter.
 - Hosta Hybr.`Fire and Ice´
Manche Sorten erreichen Höhen bis zu 70 cm wie die Blaublattfunkie (Hosta sieboldiana `Elegans´) oder die Hosta nigrescens `Krossa Regal´. Geradezu riesig werden die ebenfalls blaublättrige Hosta Sieboldiana-Hyb. `Blue Angel´ oder die gelblaubige Riesenfunkie Hosta Hybr. `Sum and Substance´. Von diesen Pflanzen geht etwas Majestätisches aus – sie bilden einen Blickfang, eine ganz eigene florale Skulptur im Garten.
Gegenstücke sind die im Vergleich winzigen Arten wie Hosta venusta oder Hosta minor, deren Höhe kaum mehr als 10 cm erreicht und die sich als niedrige Bodendecker eignen. Diese Miniaturausgaben haben eine stetig wachsende Fangemeinde und machen als Kübel- oder Topfpflanzen den Bonsaibäumchen Konkurrenz.
Zum Bild links: Panaschierte Sorten wie die Sorte Hosta Hybr.`Fire and Ice´ lassen sich gut mit einfarbigen Funkien oder andere Stauden kombinieren.
Hosta oder Funkien punkten erst einmal durch ihre Blätter. Die sind nicht nur einfarbig grün, graugrün und blau, weiß, cremefarben oder gelb – es gibt sie auch in allen nur denkbaren Farbmischungen und Formen, mit den unterschiedlichsten Musterungen am Blattrand oder im Zentrum. Hosta können herzförmige, rundliche oder lanzettförmige Blätter haben.
Es gibt Tausende verschiedene Hosta-Sorten. Ihre Blattränder können gewellt oder gekräuselt sein und es gibt Blätter mit extrem ausgeprägten Blattadern.Einige Sorten duften, andere haben blaue Blätter oder rote Stiele. Manche wachsen elegant überhängend, andere wiederum strikt aufrecht.
Echte Hosta-Fans haben mitunter Dutzende Sorten in ihren Gärten. Die Blüten sind nur eine Zugabe zum Farbenspiel der Blätter. Sie bestehen aus weißen, lavendelfarbigen, blass- oder dunkelvioletten Blütenglocken. Diese Stauden behalten vom April bis zum Herbst ihre Form und Farbe – viel länger als andere Gartenpflanzen.
 - Schon im Austrieb leuchtet das Gelb der Hosta plantaginea `Sun Power´. Sie ist damit nicht nur für schattige Standorte eine Bereicherung. Die Sorte mit den leicht gewellten Blättern verträgt auch etwas Sonne. Die lilafarbene Blüte duftet leicht, die Blätter sind gut für den Schnitt geeignet.
 - Die Blüten der Hosta bestehen meist aus weißen, lavendelfarbigen, blass- oder dunkelvioletten Blütenglocken.
 - Sie kommen spät, aber kraftvoll. Bei dem Austrieb von Hosta sieht man die pure Lebenslust. Der Boden muss für Hosta nicht freigehalten werden – früh blühende Stauden können vor den Funkien den Jahresauftakt im Garten beginnen.
Hosta bevorzugen in der Regel schattige Plätze. Sie wachsen aber in fast jedem Boden, solange er nicht extrem trocken, zu nass oder zu kalkhaltig ist. Vor allem grüne und gelblaubige Sorten können sich bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit auch an sonnigen Standorten etablieren. Manche Sorten mit blauen Blättern „verbrennen“ jedoch in der Sonne, denn sie verlieren ihre schützende Wachsschicht.
Die Schneefederfunkie (Hosta x undulata `Univittata´) ist auch wegen ihrer unglaublichen Robustheit weit verbreitet. Sie wächst auch schon mal in vollsonnig stehenden Kübeln oder in stiefmütterlich behandelten Vorgärten. Wenn einige Sorten langsamer wachsen als andere, dann liegt das an dem unterschiedlichen Chlorophyll-Anteil in den Blättern, der einen reduzierten Stoffwechsel in der Pflanze zur Folge hat. Die beiden größten Feinde der Hosta sind Schnecken und Hagel. Gegen Schnecken helfen das Absammeln und Schneckenkorn. Sehen die Funkien nach einem sommerlichen Hagelschauer zerlöchert aus, können stark geschädigte Blätter einfach abgeschnitten werden. Nach einer sanften Düngung treiben die Pflanzen frisch aus.
Das passt dazu
Die optische Wirkung von Hosta lässt sich durch die Pflanzung von Begleitstauden im direkten Umfeld noch steigern. Sie geben dem Garten Struktur und Ruhe. So entstehen wunderbare, fast meditative Plätze. Einen guten Kontrast zu den breit ausladenden Hosta-Blattschöpfen bieten Pflanzen, die eine aufrechte Grundform aufweisen. Dazu gehören Farne und Schattengräser. Aber auch Gehölze wie Hortensien (Hydrangea) und Schneeball (Viburnum) mit ihren ball- oder tellerförmigen Blüten sorgen für einen spannungsvollen und gelungenen Gegensatz.
Schattenbeete lassen sich übrigens schon ab Mitte Februar attraktiv gestalten: Die Hostapflanzen können zum Beispiel mit Frühlingsblühern wie Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Echte Märzenbecher (Leucojum vernum), Leberblümchen (Hepatica nobilis), Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder Hohler Lerchensporn (Corydalis cava) kombiniert gesetzt werden. Diese ziehen dann ein, wenn die Hosta austreiben.
 - Hosta bevorzugen in der Regel schattige Plätze. Sie wachsen aber in fast jedem Boden, solange er nicht extrem trocken, zu nass oder zu kalkhaltig ist.
 - Einen guten Kontrast zu den breit ausladenden Hosta-Blattschöpfen bieten Pflanzen, die eine aufrechte Grundform aufweisen, wie zum Beispiel Farne und Schattengräser oder Gehölze wie Hortensien (Hydrangea) und Schneeball (Viburnum).
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