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 - Blattläuse auf einem Kirschbaum, Foto: Dahola, cc
Blattläuse vermehren sich je nach Witterung epidemieartig und leben in großer Anzahl auf den Trieben, Knospen oder den Unterseiten der Blätter fast aller Nutz- und Zierpflanzen. Es gibt sehr zahlreiche Arten von Blattläusen: sie sind meist zwischen ein und drei Millimeter groß und grün, zum Teil auch rot oder dunkel farbig.  - Blattlaus im Detail: Mit Stech- bzw. Saugrüssel gelangen Blattläuse an den Pflanzensaft.
Mit ihren Stechrüsseln gelangen die Blattläuse zwischen den Zellen hindurch bis zu den Leitungsbahnen der Pflanzen. Dort nehmen sie den kohlenhydrateichen Pflanzensaft auf. Die Folge: Die befallenen Blätter kräuseln oder rollen sich zusammen und die Triebe verkümmern. Zum Abschluss scheiden Blattläuse auf den Pflanzen zuckerhaltige Exkremente (Honigtau) aus, die wiederum andere Insekten wie beispielsweise Ameisen anlocken. Zusätzlich übertragen viele Blattlaus-Arten virale Krankheiten. Deswegen zählen Blattläuse zu den bedeutenden Schädlingen in Garten und Landwirtschaft.  - Marienkäfer sind die natürlichen Feinde der Blattläuse, Foto: KlausF, cc
Der Marienkäfer zählt zu den natürlichen Feinden der Blattläuse. Er ist so populär als Blattlausfresser, dass er mittlerweile gezüchtet wird und dessen Larven sowie Eier im Fachhandel erhältlich sind. Aber auch Schlupfwespenlarven, Florfliegen, Spinnen und Vögel ernähren sich von den gefräßigen Blattläusen.
Manche Kräuterpflanzen können ebenfalls einzelne Blattlausarten vertreiben: Das Bohnenkraut hält die schwarze Blattlaus ab und Lavendel die Rosenblattlaus. Gelegentlich wirken auch Salbei, Thymian oder Borretsch. Einfache Hausmittel wie Seifenlaugen, Brennessel- oder Tabaksud werden direkt auf die befallenen Pflanzenteile gespritzt und sollte den Blattlausbefall wenigstens eindämmen. - Rezept für einen Brennessel-Sud: Ein Kilogramm frische Brennesseln mindestens 24 Stunden lang auf 5-10 Liter Wasser einweichen und unverdünnt spritzen
- Sämtliche Spritzmittel mit Seife und Spiritus sollten möglichst nur auf die Blätter- und Blätterunterseiten gespritzt werden, um nicht ins Erdreich zu gelangen
- Direkte Sonneneinstrahlung nach dem Sud-Spritzen vermeiden, damit die behandelten Blätter nicht verbrennen
Doch bei sehr starkem Befall können meist nur noch Insektizide weiterhelfen. Die im Handel erhältlichen Spritzmittel, Sprays oder Sticks wirken systemisch gegen den Blattlausbefall: Die Wirkstoffe dringen durch Blätter, Boden und Wurzeln in die Pflanze hinein und werden so von den Blattläusen aufgenommen. Die so behandelten Pflanzen bauen die aufgenommenen Wirkstoffe nur sehr langsam wieder ab, sodass über den akuten Befall hinaus eine vorbeugende Wirkung eintritt. Bei der Anwendung sollten die Packungsbeilagen genau und strengstens befolgt werden, denn für den Einsatz der Pflanzenschutzmittel gelten entsprechende gesetzliche Bestimmungen.
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