Im Frühsommer muss mit dem Auftreten der Kirschfruchtfliege - Rhagoletis cerasi - gerechnet werden. Wer später im Jahr eine reiche Süßkirschenernte aus seinem Garten haben möchte, sollte daher schon früh die gelben, beleimten Kirschfruchtfliegen-Fallen in seinen Kirschbäumen aufhängen. Mitte Mai bis Anfang Juni beginnt der Flug der Kirschfruchtfliegen. Sie sind vor allem bei trocken-warmer Witterung verstärkt aktiv.
Die Kirschfruchtfliege ähnelt in ihrem Aussehen einer Stubenfliege. Sie ist etwa fünf Millimeter lang, besitzt einen glänzenden, schwarzen Körper und große, grüne Augen. Als weiteres Kennzeichen hat sie gelbliche Beine und - besonders markant - ein gelbes, dreieckiges Schildchen zwischen den Flügeln.
Die Kirschfruchtfliege, deren weiße, bis zu sechs Millimeter langen Larven als Maden später in reifen Früchten zu finden sind, gehört zu den bedeutendsten Schädlingen der Süßkirsche, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.
Befallen werden vor allem mittelspäte und späte Süßkirschensorten, während frühe Süßkirschensorten und Sauerkirschen bis zur Kirschernte kaum betroffen sind. In seltenen Fällen ist aber auch ein Befall an Sauerkirschen zu beobachten.
Bei Neupflanzungen ist es daher ratsam, sich für Frühsorten, die seltener befallen werden, zu entscheiden.