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 - Maulwurf oder Wühlmäuse? Erdhügel verschandeln jeden Garten. Foto:PRA,cc
Die Zierde und Stolz jedes Gartenbesitzers ist eine dichte und sattgrüne Rasenfläche. Umso ärgerlicher, wenn Schädlinge sich dort wohl fühlen, das Wachstum schwächen und Wühler den Rasen mit ihren Grabungen verschandeln.
Drahtwürmer und Engerlinge schädigen das Gras durch Wurzelfraß. Die Gräser welken und sterben ab auf immer größer werdenden Flächen. Erdhügel vom Maulwurf oder Wühlmäusen geben dem Rasen dann den Rest. Aber - nicht jeder Gartenwühler ist ein Schädling.
Maulwurfhügel sind recht hoch und das Loch liegt in der Mitte. Stammen die Erdhaufen von Wühlmausen, befinden sich die Löcher seitlich versetzt. Das aufgewühlte Erdmaterial ist wesentlich niedriger und enthält oft Wurzeln und Pflanzenteile.
Die einfachste Methode zum eindeutigen Identifizieren: Gang aufbuddeln – wird er innerhalb einer Stunde wieder geschlossen, ist die Wühlmaus der Bewohner. Maulwurfshügel sind für Gartenbesitzer in erster Linie ein optisches Problem. Sie sollten abgetragen und eingeebnet werden. Der Maulwurf wird zu Unrecht als Schädling abgestempelt. Da seine Nahrung unter anderem aus Engerlingen und Drahtwürmern besteht, ist er sogar sehr nützlich. Maulwürfe im Garten sind ein gutes Zeichen, denn die Tiere fühlen sich nur in gesunder, fruchtbarer Erde wohl.  - Der Maulwurf zu Unrecht als Schädling verschrien. Foto: Fotolia.de/ Immonet.de
Der Maulwurf gehört nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Tierarten. Es ist also verboten ihn zu töten. Will man den Maulwurf trotz seiner guten Eigenschaften vertreiben, helfen ein ständig kurz geschnittener Rasen, bestimmte Geruchsstoffe, die die Tiere nicht mögen und viel Lärm, der die Maulwürfe vertreibt. Wirkungsvoll können Duftbarrieren sein, da Maulwürfe zwar nicht gut sehen, dafür aber umso besser riechen können. Bewährt hat sich Seifenlauge oder auch eine Mischung aus Molke und Buttermilch, die in die Tunnel gegossen werden.
Im Fachhandel sind zudem spezielle Stäbe erhältlich, die mit Kräutern oder Ölen getränkt in den Boden gesteckt werden. Sie dienen auch der Vorbeugung. Ebenso funktionieren die erhältlichen Gase, sie töten die Tiere nicht sondern dienen zur Vergrämung. Der Maulwurf kann auch mit Lärm und Schwingungen verscheucht werden: Flaschen, mit der Öffnung nach oben in der Erde eingegraben, vertreiben die Tiere durch die Schwingungen, die der Wind erzeugt. Auch spezielle Ultraschallgeräte sollen sie zum Umzug bewegen können.  - Wiesenwühlmaus, Foto: Bluemask, cc
Laut Immonet.de zählen Wühlmäuse zu den am meisten gefürchteten Schädlingen. Sie sind in der Lage, ganze Gärten zu untergraben und sie machen auch nicht vor dem Rasen Halt: mit ihrer Wühltätigkeit unterbrechen Wühlmäuse den Kontakt zwischen Erdboden und Gräsern. Schon ein einziges Tier genügt, um ganze Beetkulturen zu vernichten, Wurzeln und Knollen der jungen Pflanzen werden zerstört. Auch frisch gepflanzte Obstbäume, Stauden und Ziergehölze gehören zu den bevorzugten Opfern des gefrässigen Nagers.
Diese Vorlieben und die starke Vermehrung machen Wühlmäuse zu einer wahren Gartenplage, die man bekämpfen muss. Wühlmäuse kann man im Garten am effektivsten mit speziellen Wühlmaus-Fallen bekämpfen. Sie sind länglich und aus schwarzem Plastik und müssen im Erdboden vergraben werden. Am besten in einem geraden Abschnitt des noch benutzten Wühlmausganges. Die Fallen töten die Tiere mit einem mechanischen Schlag. Erhältlich sind auch Wühlmaus Selbstschuss Geräte. Diese arbeiten mit einem hohen Gasdruck, der den Wühlmäusen die Lunge zerreißt. Das Gerät aus Stahl wird in den freigelegten Wühlmausgang gestellt. Die Wühlmaus schiebt daraufhin Erde vor sich her, um ihren Gang wieder zu verschließen und löst damit den Schussmechanismus aus. - Benutzen Sie einen bewohnten Wühlmausgang. Da die Tiere ihre Gangsystem ständig geschlossen halten, machen Sie zunächst die Probe: Wird eine Öffnung innerhalb einer Stunde wieder zugegraben, ist die Stelle optimal zur Auslegung der Falle
- Die Wühlmaus lässt sich von menschlichem Geruch abschrecken, daher die Falle nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern immer Handschuhe tragen
- Ködermittel haben nur im Winter Wirkung, wenn die natürlichen Nahrungsquellen knapp sind
Wer es biologisch versuchen möchte, kann Pflanzen einsetzen, die Wühlmäuse nicht mögen. Kaiserkrone, Knoblauch, kreuzblättriger Wolfsmilch oder Holunder können helfen, eine Garantie gibt es jedoch nicht.
Das gleiche gilt für die natürlichen Feinde der Wühlmaus: Wer hat schon Iltis, Mauswiesel ode Kreuzotter in seinem Garten? Aber auch Katzen können einer Wühlmausplage deutlich Einhalt gebieten.
Ultraschallgeräte und das Eingraben von Flaschen, beides zur Vertreibung von Maulwürfen möglich, zeigt bei den Wühlmäusen hingegen wenig Wirkung.
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