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 - In Mitteleuropa stark verbreitet: die Spanische Wegschnecke, Foto: Norro.cc
Jeder Hobbygärtner, der eine Saison inklusive Schneckenplage überstanden hat, weiß, dass insbesondere die Nacktschnecken zu den radikalsten Schädlingen gehören können. Die nächtlichen Fresser verspeisen sämtliche Blätter von Blumen und Gemüse wie beispielsweise Salat.  - Ackerschnecke
In unseren Gärten sind meistens Weg- und Ackerschnecken unterwegs. Sie leben in Wiesen und Hecken und sind tagsüber kaum aktiv, da ein Flüssigkeitsverlust zur deren Austrocknung und Tod führen kann.
Diese Schadschnecken machen sich daher am Abend und in der Nacht, sowie an regnerischen Tagen, auf den Weg in die Beete. Hier hinterlassen Sie das bekannte Frassbild – von den abgefressenen Pflanzen bleibt meist nur ein Gerippe übrig. Oft sind auch noch verräterische Schleimspuren rund um den Befraß zu sehen. Bei feuchter Witterung fallen unzählige Schnecken unterschiedlichster Arten über junge Salatpflanzen, Kräuter oder Kohlpflanzen her und können über Nacht durch ihren unsäglichen Appetit Pflanzen völlig zerstören. Auch bleiben Zierpflanzen, wie beispielsweise Funkien, Studentenblumen, junge Sonnenblumen oder Dahlien, vor den gefräßigen Räubern nicht verschont. Vor allem naturnahe Gärten in der Nähe eines Waldes oder Wiesen in der Nachbarschaft machen das Problem zu einer echten Herausforderung.
Neben den mehr oder weniger erfolgreichen alternativen Bekämpfungsmöglichkeiten mit Bierfallen, Schneckenzäunen, Fangpflanzen, ausgelegten Brettern oder Kartons bis hin zum nächtlichen Absammeln der Tiere, ist eine gezielte und effektive Bekämpfung mit Schneckenkorn-Präparaten am erfolgreichsten, meint die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Es hat sich gezeigt, dass die Ausbringung von Präparaten mit unterschiedlichen Wirkstoffen besonders erfolgreich ist. Das eine Präparat hat den Wirkstoff Metaldehyd und das andere den Wirkstoff Eisen-III-Phosphat. Sie sind durch die unterschiedliche Attraktivität ihrer Lockstoffe für die verschiedenen Schnecken-Arten besonders wirkungsvoll. Selbst die überhand nehmende, eingeschleppte Spanische Wegschnecke kann nicht widerstehen.
Der Bekämpfungserfolg kann noch gesteigert werden, wenn die Ausbringung des Schneckenkorns vor allem nach Regengüssen in den späten Abendstunden erfolgt. Die Behandlungen sollten nicht nur auf die zu schützenden Flächen, sondern auch auf die angrenzenden Bereiche ausgedehnt werden, um eine Zuwanderung zu unterbinden. Eine wiederholte Ausbringung nach Gebrauchsanweisung - in wöchentlichen Abständen - sichert den Erfolg. (Quelle)
Sowohl Schneckenzaun als auch Schneckenkragen gehören zu den mechanischen Hilfsmitteln gegen die Schneckenplage. Sie bestehen aus glatten Materialien wie verzinktem Stahlblech und Kunststoff sowie Überhängen, die die Schnecken am Kriechen zu den Pflanzen hindern.
Eine zwar aufwändige aber sehr sichere Methode Pflanzen, gerade im Nutzgarten, vor Schnecken zu schützen. Außerdem können die Geräte zur Vorbeugung immer wieder genutzt werden. Die einfach und schnell selbst hergestellte Falle kommt am besten bereits im Frühjahr zum Einsatz. Einfach einen Becher zur Hälfte mit Bier füllen und komplett in den Boden eingraben. Die Schnecken, die ihre Mahlzeiten auf 50 Meter Entfernug „riechen“ können, werden von dem Geruch des Bieres angelockt. Um an das leckere Gebräu zu kommen, kriechen die Schnecken in das Gefäß und ertrinken. Die Bierfalle ist erstaunlich simpel und wirkungsvoll. Allerdings halten sich die Schnecken nicht an Gartengrenzen: soweit der Lockstoff reicht, können auch weitere Schnecken aus der Umgebung angelockt werden! Bei sehr starken Schneckenbefall oder unwegsamen Gelände, wo Schneckenzäune nicht angebracht werden können, hilft meist nur der Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel.
Bei dem sogenannten „Schneckenkorn“ sollten Produkte mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat bevorzugt werden. Dieses Ködermittel stoppt den Fraß der Schnecken sehr schnell und die Tiere ziehen sich zum Sterben in ihre Verstecke zurück.
Bei den chemischen Mitteln mit anderen Wirkstoffen, sterben die Schnecken an Ort und Stelle der Köderaufnahme, meist schleimen die Schnecken dabei vorher aus. Einen Überblick sowie nähere Informationen über die Wirkungweise weiterer Mittel erhalten Sie hier: Schnecken bekämpfen.
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