Gegen alle anderen Schnecken wirken die drei chemischen Mittel. Neu auf dem Markt ist Eisenphosphat, das die Schnecken vor ihrem Tod dazu bewegt, sich zu vergraben. Dann gibt es noch Methiocarb und Methaldehyd als verläßliche Wirkstoffe. Alle vier Mittel sind im Fachhandel zu bekommen.
Die Biologische Bundesanstalt gibt diese Informationen im Zusammenhang mit Listen von Pflanzenschutzmitteln heraus, die im ökologischen Landbau angewendet werden dürfen. Drei Kategorien werden dabei unterschieden. Zum ersten werden diejenigen Mittel zusammengefaßt, die sowohl im ökologischen Landbau als auch in der herkömmlichen Landwirtschaft eingesetzt werden. Dazu gehören als Schneckenmittel Methaldehyd und Eisenphosphat. Allerdings muß der Ökobauer wissen, welche Mittel von seinem Anbauverband genehmigt sind. Methaldehyd ist zum Beispiel bei Demeter und Bioland nicht erlaubt.
Eine weitere Liste zählt Mittel auf, die im eigenen Betrieb hergestellt werden dürfen. Leider gibt es hier keine Mittel, die gegen Schnecken wirken. Natürlich sind Bierfallen gegen Schnecken bekannt, ebenso wie auch die sogenannte Schneckenbrühe, bei der tote und zerschnittene Schnecken verjaucht und dann über die Gartenbeete gegossen werden.
Die dritte Liste im Internetangebot der BBA enthält die Pflanzenstärkungsmittel. Auch hier gibt es nichts gegen Schnecken. Die meisten Pflanzenstärkungsmittel richten sich gegen Krankheiten, die durch Pilze verursacht werden.