Im hellen Wintergarten wirkt eine flache, 15 bis 20 cm tiefe Mulde, die Oberkante in einer Ebene mit der Bodenfläche, wie ein Teich. Das lässt sich sicher nur bei einem Neubau einplanen. Auf vorhandener Bodenfläche kann man diesen Eindruck auch mit einem Podest erreichen, in das die Mulde eingebaut wird. Die Fläche vor dem Becken sollte aber nicht weniger als 60 cm breit werden, damit sie nicht nur als schmaler Rahmen, sondern noch als Bodenfläche erscheint. Gleicher Bodenbelag auf allen Flächen verstärkt den Eindruck. Die Vertiefungen lassen sich , aufgrund der geringen Abmessungen, leichter mit Teichfolie auskleiden als ein flacher Wassergarten im Außenbereich. Das ausreichend große Folienstück an den gekennzeichneten Ecken falten und die Falten mit Heißluft zusammenheften - erst die senkrechte Fuge und dann die dreieckige Falte zur Seite legen. Klötze oder Kartons können dabei die Folie stützen, damit man eine möglichst rechtwinkelige Innenecke erhält. Das genügt, denn die Seitenflächen werden von den Wänden gestützt, und von innen drücken Geröll, Kies, Erde und Wasser die Folie in die Mulde.
In der Regel wird man für die kleine Fläche nur zwergwüchsige Arten oder Züchtungen verwenden. Aber auch diese können sich unkontrolliert ausbreiten und andere Arten verdrängen. Deshalb starkwüchsige Arten, wie Zyperngras oder Zwergbambus in 15 cm hohe Abschnitte (oder Muffen) von Kunststoff - Abflußrohren mit 20 cm Durchmesser pflanzen. Für die erste Wasser füllung möglichst klares Wasser aus dem eigen oder einem anderen Gartenweiger verwenden. Um so schneller stellt sich auch in dieser Lebensgemeinschaft ein ökologisches Gleichgewicht zwischen Pflanzen, Kleinlebewesen und Wassertieren ein.
Natürlich reizt es, in so einem Miniteich auch Fische zu halten. Das gelingt bestenfalls, wenn Sie mogeln und ein Glas bassin so in den Miniteich einbauen, dass es von den umgebenden Pflanzen versteckt wird. Dieses Bassin lässt sich dann mit der für die Aquaristik notwendigen Technik ausstatten und auch für die Reinigung herausnehmen. Ein funktionierendes Pflanzenbiotop verträgt kein Fischfutter. Ebensowenig können Zierfische in diesem Biotop überleben.