Ein besonderes Kapitel ist die Bekämpfung von Pflanzenschädlingen im Wintergarten. Der Anwendung von chemischen Schutzmitteln sind in diesem menschlichen Wohnraum "deutliche Grenzen" gesetzt. Viele Präparate scheiden auch wegen ihres aufdringlichen Geruchs und der negativen Einwirkung auf Einrichtungsgegenstände aus. Andererseits ist der häufige Austausch von befallenen Gewächsen eine teure Angelegenheit. Zur Schädlingsbekämpfung werden im grünen Zimmer deshalb vorzugsweise ölhaltige Mittel eingesetzt, die höchstens nach ranzigem Fett riechen können und auch für den Anwender unbedenklich sind. Empfehlenswert ist aber auch hier wegen möglicher Blattschäden ein sparsamer Umgang.
Eine gewisse Alternative zur chemischen Schädlingsbekämpfung bildet die biologische. Doch die sogenannten Nützlinge, die hier zum Einsatz kommen, stellen besondere Ansprüche an das Umfeld. Temperatur, Tageslänge und Luftfeuchtigkeit sind bei vielen dieser Tierarten entscheidend für die erfolgreiche Vermehrung und somit für die Wirksamkeit der Bekämpfung. Nicht selten benötigen die Nützlinge Raumtemperaturen von 20 Grad und mehr, um ihre Wirte parasitieren oder ihre Beute fressen zu können. Liegt die Zimmerwärme darunter, ist noch die Florfliege effektiv, die ein breites Schädlings-Spektrum abdeckt. Eine ganze Reihe von Spezialbetrieben ist zwischenzeitlich in der Lage, den sachkundigen Pflanzenliebhaber mit den richtigen Nutzinsekten zu beliefern.
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