Eingeschweißte Bratwürste im Zehner- oder Zwanziger-Pack: Bei vielen Verbrauchern landet die Massenware im Einkaufskorb, wenn sie die Lust zum Grillen umtreibt. Kein Wunder angesichts der strahlenden Sonne, die Deutschland derzeit einheizt. Spontan zieht es da viele zum Einkauf in den Supermarkt oder nach Ladenschluss sogar in die nächste Tankstelle.
Doch die Nachteile liegen auf der Hand: „Eine SB-Theke kann mit vorgepackter Ware nie auf die Bedürfnisse der Verbraucher eingehen, außerdem kaufen sie hier die Katze im Sack“, sagt Stefan Kampa, der Geschäftsführer des Fleischversorgungszentrums in Mannheim. Das große Angebot, die tägliche Verfügbarkeit und die Möglichkeit der individuellen Vorbestellung sind neben Frische, Qualität und Vertrauenswürdigkeit entscheidende Argumente, beim örtlichen Metzger zu kaufen.
Stefan Kampa rät, sich vor dem Einkauf des Grillguts bestimmte Gedanken zu machen statt sich nur zu fragen, wo die Grillwurst oder das Steak am schnellsten und billigsten zu besorgen sind. Zum Beispiel sind Getränke und Beilagen zum Fleisch ohnehin schon so reichhaltig, dass die meisten Verbraucher sich für magere und hochwertige Fleischarten entscheiden, wenn sie sich erst einmal Gedanken darüber machen. „Der örtliche Metzger ist dafür der kompetente Ansprechpartner.“ Außerdem müsse der Verbraucher hier auch nur so viel kaufen, wie er wirklich grillen will – der Zehner- oder Zwanzigerpack ist für Singles eben meistens eine Nummer zu groß.
Zudem lohnt es sich, darüber nachzudenken, woher das Fleisch stammt. Fleisch zu Discountpreisen kann laut Kampa allen schaden wegen des ungeheuren Preisdrucks, den es erzeugt. „Es zahlt sich für Verbraucher wie Erzeuger und Schlachtbetriebe aus, wenn möglichst viele beim örtlichen Metzger zu angemessenen Preisen kaufen.“