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 - Marinierte Spare-Ribs - Spareribs können auch (Foto: lockstockb@sxc.hu)
(aid) - Fertig gewürzte Grillsteaks aus dem Supermarkt kommen bei bewussten Genießern erst gar nicht in den Einkaufskorb. Denn bei marinierter und eingeschweißter Ware lässt sich nur schwer erkennen, wie frisch das Fleisch ist.
Bei vielen Fleischkennern wie dem zweifachen Deutschen Profi-Grillmeister Sven Dörge aus Berlin zählt beim Fleisch vom Grill gar nicht so sehr das Würzen, sondern vielmehr eine gute Fleischqualität und ein hervorragender Eigengeschmack.
"Ist das Fleisch von Natur aus hochwertig, ist es fast eine Sünde, es mit einem Zuviel an Gewürzen zu überfrachten oder es in Saucen zu ertränken", findet der Grill-Experte und empfiehlt, den typischen Geschmack der Fleischsorten nur leicht mit gehackten Gartenkräutern wie Petersilie, Knoblauch oder Zwiebeln zu unterstreichen.
Gerade jetzt im Sommer lassen sich mit frischen Kräutern aus dem Garten oder vom Wochenmarkt schmackhafte Marinaden auf Öl-Basis zu Hause selbst ansetzen. Das Grillsteak sollte - je nach gewünschter Intensität der Aromen - mindestens anderthalb Stunden in der Marinade ziehen.
Außer der klassischen Kräuter-Öl-Marinade, die zum Aromatisieren des Fleischs dient, gibt es auch andere Basis-Träger für Fleischmarinaden, die nicht nur geschmacksverstärkend, sondern auch strukturverändernd auf das Fleisch einwirken.
Säuren wie Essig, Zitronensaft, Apfelsaft, Bier, Joghurt oder Buttermilch zersetzen die Eiweiße im Fleisch und machen es mürbe. Das kann beispielsweise bei Spareribs oder anderen Fleischstücken mit hohem Bindegewebsanteil von Vorteil sein.
"Beim Fisch, der sehr eiweißreich ist und von Natur aus extrem zartes Fleisch hat, sollte man keine derartigen Beizen vor dem Grillen einsetzen. Wer Muscheln, Garnelen oder Fisch eine zitronige Note verpassen möchte, sollte die Säure erst über dem heißen Grill einsetzen", so Dörge.
 - Marinade für Grillfisch (Foto: salsachica@sxc.hu)
"Weniger ist mehr" lautet das Motto vieler Grill-Profis in punkto Marinade und Beize für Fleisch und Fisch.
"Beim Lamm reicht ein Hauch Knoblauch und Rosmarin oder Minze, beim Rind nehme ich – wenn überhaupt – nur ein wenig Knoblauch, bei Schwein passt Thymian und Majoran und für Geflügel ein Hauch Beifuß", so der zweifache Deutsche Profi-Grillmeister Sven Dörge über die Tricks beim Marinieren. Im Frühjahr kann auch mal Bärlauch anstelle von Knoblauch zum Einsatz kommen.
"Wer Wild auf den Grill legt, kann mit Wacholder, Zwiebel und Piment schöne Aromen erzielen", so Dörge.
Nur beim Hackfleisch-Burger vom Grill dürfe es schon mal etwas mehr Gewürz sein, da es beim Grillen viel Flüssigkeit und Fett verliert.
Wer zu Hause ein Vakuumiergerät hat, kann das Grill-Steak zum Marinieren statt in ein Gefäß mit Deckel auch in einen Beutel geben. Denn dadurch wirken die Gewürze noch mal intensiver ein.
Bevor das marinierte Fleisch allerdings auf den Grill kommt, muss es mit etwas Küchenkrepp abgetupft werden, damit das Öl nicht in die Glut tropft und gesundheitsschädlicher Rauch entsteht.
Auch die Kräuter-Spelze sollten entfernt werden, damit sie keine Bitterstoffe entwickeln. Beim indirekten Grillen, bei dem das Grillgut nicht direkt über der Kohle gegart wird, zum Beispiel auf einem so genannten "Smoker", können die Kräuter dagegen auf dem Steak bleiben.
(Quelle Ira Schneider, www.aid.de)
Für Dips und Saucen auf Quark- oder Joghurt-Basis passen Gartenkräuter der Saison wie Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch oder Zwiebeln am besten. "Sowohl zu Fleisch als auch zu Brot und Salaten harmonieren diese Kräuter. Sie nehmen - sparsam dosiert - vor allem dem Grillsteak nicht zu viel von seinem Eigengeschmack", so Profi-Grillmeister Sven Dörge aus Berlin.
Auch auf Essig- oder Senfbasis kann man allerlei schmackhafte Saucen zubereiten. Auch auf Grundlage von Avocado lassen sich zum Beispiel fruchtige Cremes zubereiten, die wahlweise einfach nur mit Frischkäse oder verschiedenen Gewürzen wie Dill, Petersilie, Knoblauch, Pfeffer oder Chili abgeschmeckt werden. Auf Basis von Joghurt, pürierter Banane, Salatcreme, Curry-Pulver und Zitronensaft kann man im Handumdrehen einen mild-würzigen Dip für Lamm und Geflügel herstellen. "Wer es säuerlich mag kann beispielsweise mit Joghurt, Limettensaft, Kerbel und Frühlingszwiebeln einen erfrischenden Dip für Lamm, Gemüse und Brot vom Grill zaubern", so Dörge.
Ira Schneider, www.aid.de Pikante Würzsaucen wie Chutneys oder Relishes gehören für viele Genießer mit auf das sommerliche Grillbuffet.
Die meist indisch angehauchten, konfitüre-ähnlichen Chutneys als auch die etwas flüssigeren Relishes aus der US-Küche kocht man aus verschiedenen Obst- und Gemüsearten mit Essig, Zucker und Gewürzen ein.
Die Geschmackspalette reicht von süß-sauer über würzig bis hin zu feurig-scharf. Die herzhaften Saucen werden mit Chili, Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Kurkuma, Pfeffer, Nelken, Vanille, Zimt, Zitronen-/Tamarindensaft oder Essig abgerundet und ähnlich wie Konfitüre gekocht oder aber kalt püriert.
Wer selbst einen kleinen Vorrat an Würzsaucen anlegen möchte, findet den ganzen Sommer über reife Obst- und Gemüsesorten, die sich wunderbar miteinander kombinieren lassen. Neben Aprikosen, Mangos, Birnen und Beerenfrüchten eignen sich Kirschen, Birnen, Renekloden, Zwetschen, Tomaten, Zucchinis, Gurken und Paprika.
Fruchtige Kompositionen auf Aprikosen- oder Mango-Basis passen beispielsweise gut zu Geflügel wie gegrillter Pute. Saucen aus Preiselbeeren oder Waldfrüchten harmonieren am besten mit Rind oder Wild. Für ein Chutney oder Relish kocht man etwa ein Kilo geputztes Obst und Gemüse mit 200 Gramm braunem Zucker und 150 ml Essig ein. Nach Geschmack kommen Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer und andere Gewürze dazu.
Eine kalt zubereitete Würzsauce hält sich im Kühlschrank bis zu drei Wochen. Eingekochtes im fest verschlossenen Schraubglas lässt sich bis zu sechs Monate und länger aufheben. Auf Vorrat gekocht, ist es im Übrigen auch ein hübsches Mitbringsel für die nächste Grillparty bei Freunden.
(Quelle: Ira Schneider, www.aid.de ) Der Sommer hat lange auf sich warten lassen – und nun kann endlich der Grill angeheizt werden. Doch egal, ob Rostbratwürste, Nackensteak oder Spareribs gebrutzelt werden, erst mit einer guten Sauce wird der Genuss perfekt. Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte in der Juni-Ausgabe 2010 wissen, ob man sich mit Barbecue-Saucen, Chili-Saucen oder Zigeunersaucen auch schädliche Inhaltsstoffe auf das Fleisch oder die Wurst schüttet, und hat 20 Produkte ins Labor geschickt.
Das Ergebnis: Die Mehrzahl der Saucen ist „gut“. Allerdings gibt es auch Produkte, die negativ aufgefallen sind.
Sechs Grillsaucen haben etwa höhere Ergosterinwerte, was ein Hinweis darauf ist, dass die Hersteller überreife, schimmelige Tomaten mitverarbeitet haben.
ÖKO-TEST-Chefredakteur Jürgen Stellpflug kritisiert zudem einige Barbecuesaucen. Diese bekommen dank Aromen einen typisch rauchigen Geschmack. Die Raucharomen können allerdings polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, welche das Erbgut schädigen und Krebs auslösen.
So überschreiten etwa die beiden Saucen HP Original BBQ Sauce Classic Woodsmoke Flavour und Jim Beam Barbecue Sauce Original die von der Aromenverordnung vorgeschriebenen Grenzwerte.
An der Jim Beam Barbecuesauce bemängelt ÖKO-TEST außerdem den Konservierungsstoff Natriumbenzoat, weil dieser relativ häufig Allergien auslöst. Die meisten anderen Produkte zeigen, dass es mittlerweile auch ohne Konservierungsstoffe geht.
Geizig zeigt sich Jim Beam bei der Zutat Whisky: Die Sauce enthält nur 0,05 Prozent, während Konkurrent Jack Daniel´s in seine Sauce ein Prozent mischt.
bbs/Me. Besonders zart und saftig werden Steaks und Koteletts, wenn man sie vorher mariniert.
Einfach etwas Rapsöl, Paprika- Pulver, Chili, Kräuter und Knoblauch mischen und das Fleisch über Nacht darin einlegen. Diese Marinade eignet sich besonders gut für Rindfleisch und Lammfleisch.
Koteletts oder Schnitzel von Schwein und Kalb bekommen mit einer Marinade aus Rapsöl, Honig, Senf und Sojasoße die ideale Würze.
Selbst gemachte Soßen oder Dips machen die Grillparty perfekt. Hierzu eine Schüssel mit einer halbierten Knoblauchzehe ausreiben. Zwei Esslöffel Tomatenketchup, vier Esslöffel Rapsöl und drei Esslöffel Essig mit Salz, Pfeffer, Tabascosoße, Zucker, Zitronensaft und Oregano verrühren und die Soße pikant abschmecken.
Oder wie wär’s mit einem Apfel-Zwiebel-Dip? Einfach einen Apfel schälen, entkernen, raspeln und mit zwei Esslöffeln Zitronensaft beträufeln. Drei kleine Zwiebeln schälen, fein würfeln, zu den Apfelraspeln geben und mit vier Esslöffeln Salatöl vermengen. Den Dip mit Salz und Zucker abschmecken.
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