Kaum ist der Sommer da, schon duftet es überall draußen herrlich nach gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse. So manch einer wird jetzt zu einem genialen Küchenchef und probiert neue Varianten beim Grillen aus. Zu einer wahren Kunst hat sich das Marinieren entwickelt. Das altbewährte Verfahren in der Lebensmittelverarbeitung wussten schon die Ur-Väter zu schätzen, denn dadurch werden Produkte besonders aromatisch.
Marinieren ist das Einlegen von Lebensmitteln in einer würzenden Flüssigkeit.
Es macht die Produkte haltbar, verleiht ihnen einen speziellen Geschmack oder dient der weiteren Verarbeitung.
Die Basis von Marinaden bilden meist saure Flüssigkeiten wie Essig, Wein, saure Sahne oder Buttermilch, ergänzt um verschiedenste Kräuter und Gewürze.
Auch Ketchup, Zwiebeln, Knoblauch, Honig oder Zucker sind denkbar. Durch das Einlegen dringen Säure und Gewürze tief in die Speise ein und machen sie aromatischer und zarter.
Für Grillgerichte ist Marinieren besonders beliebt, da die eingedrungenen Aromen vor der Hitze geschützt sind, während sie als Gewürze auf der Oberfläche schnell verbrennen würden.
Essig und Weißwein hemmen zudem die Bildung von Bakterien und zersetzen das Eiweiß im Fleisch, dadurch wird es mürbe und kann kürzer gegart werden.
Auf Salz sollte bei der Marinade verzichtet werden, da es dem Fleisch Flüssigkeit entzieht und so der saftige Geschmack leidet.
Wenn man Gemüse marinieren will, eignen sich am besten Paprikaschoten, Zucchini, Auberginen und Pilze. Das Gemüse sollte vor dem Einlegen leicht vorgegart werden.