Derzeit unterhält toom 385 Bau- und Gartenfachmärkte, unterteilt in:
- „Nachbarschaftsmärkte“ in ländlichen Regionen oder in Stadtteilen (2.000 bis 4.000 m² Verkaufsfläche)
- "Convenience-Märkte" mit Vollsortiment und einem Schwerpunkt auf Ambiente (4.000 bis 6.000 m² Verkaufsfläche, in Mittelstädten)
- „Centermärkte“ im Einzugsbereich größerer Städte (ab 6.000 m² Verkaufsfläche)
- sowie derzeit neun Filialen des Gartencenters "klee"
Die Discountsparte "B1" ist derzeit mit 41 Standorten in Deutschland vertreten; der erste B1-Baumarkt wurde 1999 in Wuppertal, damals noch als "Zack", eröffnet.
Es bestehen keine Standorte außerhalb Deutschlands.
In den ostdeutschen Flächenländern ist in letzter Zeit ein Rückzug aus unrentablen Regionen zu beobachten.
Das Sortiment der toom-Baumärkte umfasst in den Centermärkten alle gängigen Baumarktartikel zu handelsüblichen Preisen.
Die Nachbarschafts- und Convienience-Märkte haben den regionalen Gegebenheiten angepasste, kleinere Sortimente. In den Convenience-Märkten besteht ein Fokus auf Dekoration und Raumgestaltung. Die zahlenmäßig eher gering vertretenen "klee"-Märkte sind reine Pflanzenmärkte und haben besonders Produktqualität und Produktpräsentation im Fokus.
Einen Sonderfall stellen die B1-Baumärkte dar: Hier regiert der Preis. Angeboten werden ca. 10.000 Artikel zu Tiefstpreisen.
toom möchte als ganzheitlicher Lieferant von Baumaterialien auftreten. Ob in der unmittelbaren Nachbarschaft, in Klein- und Mittelstädten oder vor der großen Stadt auf der grünen Wiese: (Fast) überall findet sich ein kleiner oder großer toom-Baumarkt.
Mit den Fachdienstleistungen Wohnraumberatung, Handwerkerservice und Gartenplanung möchte der Baumarkt zudem ein Alleinstellungsmerkmal besetzen. Versierte Heimwerker und Gelegenheitsheimwerker sollen sich bei toom wohlfühlen.
Die folgenden Dienstleistungen sind nicht in allen toom-Baumärkten erhältlich - im Zweifelsfall vorher nachfragen oder online informieren.
- Anwuchsgarantie für Pflanzen
- Baufach-Service
- Einkaufsassistent
- Einladehilfen
- Einpack-Service
- Energieberatung
- Farbmisch-Service
- Gartenplanung
- Geräteverleih
- Geschenkkarte
- Handwerker-Service
- Holzzuschnitt
- Kinderbetreuung
- Kundenseminare
- Lieferservice
- Näh-Service
- Pflanz-Service
- Schärfdienst
- Schlüsseldienst
- Sicherheitsberatung
- Transporter-Verleih
- Wohnraumberatung
- versierte Heimwerker
- Gelegenheitsheimwerker
- Gärtner
- Bastler
- Inneneinrichtungs- und Dekorationsinteressierte
Im Bereich Social Media testen wir, inwiefern die Baumärkte von heute im Netz angekommen sind. Ob es Facebook- und Twitterprofile gibt, wie die Homepage aussieht und wie ist es um die E-Commerce-Fähigkeiten des Unternehmens bestellt ist erfahren Sie hier.
toom im Web:
- Website: www.toom-baumarkt.de
- Online-Shop: Nicht vorhanden
- Twitter: Nicht vorhanden
- Facebook: siehe folgenden Kasten
toom wirbt (eigentlich) mit dem puristischen Slogan: "Der Baumarkt".
Etwas derber ist hingegen der andere Slogan, mit dem die Baumarktkette in letzter Zeit nicht nur des Heimwerkers Aufmerksamkeit erregt: Unter dem Oberbegriff "Ohne Scheiss" soll konkret gegen die Projektgläubigkeit der Konkurrenz angegangen werden; frei nach dem Motto: "Ein Loch in der Wand ist ein Loch und kein Projekt." Zielscheibe ist hier eindeutig Hornbach.
Ob diese Strategie aufgeht bleibt allerdings zu bezweifeln: Vielen ist der Slogan schlicht zu platt, der WDR amüsierte sich bereits in seiner Sendung "markt" über die inflationäre Verwendung des Fäkalwortes bei toom.
Eher spartanisch ist der sonstige Auftritt im multimedialen Netz: Neben einem Twitterprofil vermisst man auch einen eigenen YouTube-Channel. Dennoch finden sich zahlreiche Werbespots der Baumarktkette im Netz, wie zum Beispiel der folgende, durchaus witzige Reklamefilm:
Eine Stärke von toom sind hingegen die vielen Selbstbauanleitungen, die man als pdf-Datei oder sogar als Video aus dem Netz bekommen kann. Für neue Selbstbau-Ideen werden die Kunden aktiv um Mithilfe angesprochen. Das folgende Video zeigt eindrucksvoll die Kreativität des deutschen Heimwerkers und der toom-Selbstbauabteilung:
Dichtes Filialnetz:
Eine Region ohne toom dürfte man in Deutschland schwer finden, auch wenn einige unrentable Gegenden in letzter Zeit aufgegeben wurden. Die Nahversorgung mit Baumaterialien vor Ort wird von toom Nachbarschaftsmärkten jedenfalls sichergestellt.
Viele Selbstbauanleitungen:
toom Baumarkt-Kunden können auf einen reichhaltigen Vorrat an cleveren Selbstbau-Ideen zugreifen. Darüber hinaus können sie auch selbst Ideen einreichen - hier ist der Baumarkt 2.0 schon in Teilen Wirklichkeit geworden.
Kein einheitliches Konzept:
Wenn man einen toom Baumarkt besucht, weiß man nicht immer was man vorfindet: Vollsortimente gibt es nur in den Center- und Convenience-Filialen. Insgesamt merkt man der Baumarktkette ihre schnelle Expansionsstrategie noch etwas zu sehr an; die Unternehmenspolitik aus einem Guss muss noch reifen.
Wenig soziales Netz:
Kein Twitter, kein YouTube-Kanal: Das kann die Konkurrenz besser. Die Video-Selbstbauanleitungen sind allerdings ein echtes Plus.
Der Slogan:
Mal ehrlich: Prüde sind wir ja nicht. Aber irgendwie erwartet man von einem Slogan und einem Baumarkt etwas mehr. Die inflationäre Verwendung von Plakaten mit dem S-Wort macht den Baumarktbesuch jedenfalls nicht unbedingt zum ästhetischen Vergnügen.
Kein Online-Shop:
Leider durchaus branchenüblich hat toom seine Ladentheke nicht ins Netz verlängert. Immerhin halten ein Katalog und ein Filialfinder Standardinformationen im Netz bereit.
toom Baumärkte sind omnipräsent, gut sortiert und auf die Bedürfnisse des Heimwerkers ausgerichtet. Seriosität und professioneller Anspruch leiden allerdings ein wenig unter der aktuellen Werbekampagne. Unverständlich ist die fehlende Social-Web-Strategie. Facebook ja, Twitter und YouTube nein: Web 2.0 sollte schon ganz oder gar nicht gemacht werden.
Es gilt:
Online pfui, offline hui: Viele Filialen und gute Beratung, aber Schwächen im Netz und bei der Werbung. Die junge deutsche Baumarktkette muss hier und dort noch ein wenig reifen.
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