Elektrorasenmäher machen die Entscheidung beim Mähen leichter. Wer einen mittelgroßen Garten mit viel Rasenfläche hat steht heute gottseidank nicht mehr vor der Wahl, mit Muskelkraft mähen zu müssen oder sich ein teures (und lautes, abgasverursachendes) Benzingerät zu besorgen. Elektrorasenmäher, mit Akku oder ohne, sind umweltschonend, wartungsarm und verhältnismäßig leise. Wir haben sechs unterschiedliche Rasenmäher getestet und zeigen Ihnen, wer auf dem Rasen die Nase vorn hat.
Bei unserem Test haben wir vor allem auf die Mähleistung geschaut: Welcher Rasenmäher mäht die Testfläche eines mittelgroßen Gartens am schnellsten, effektivsten und saubersten? Dafür sind Faktoren wie die Motorleistung, die Schnittbreite aber auch das Fangkorbvolumen und die Handhabung entscheidend. Nicht zuletzt spielt das Gewicht eine Rolle: Wer seinen Elektrorasenmäher im Keller lagert, hat womöglich schwer an dem einen oder anderen Gerät zu schleppen.
Elektromäher Brill 36 EF - Aerodynamisches Design mit Pollenschutz
Der Brill 36 EF glänzt mit zweierlei Dingen: Einmal mit einem für Rasenmäher unüblichen, aerodynamisch-extravagantem Styling, zum anderen mit einem geschlossenen Abluftsystem mit Pollenfilter, welches Allergikern die Gartenarbeit möglich macht.
Seine sonstigen Aufgaben erledigt der Brill ordentlich und unaufgeregt: Er mäht mit einer überdurchschnittlichen Schnittbreite von 36 cm und dem zweitstärksten Motor im Test souverän Gras in einer Schnittlänge von 16 bis 70 Millimetern. Der Schnitthöheneinstellungsbereich ist beim Brill 36 EF der größte im Test, zudem kann er den Rasen auf golfplatzmäßige 16 mm herunterstutzen – ob dies im heimischen Garten notwendig ist, mag dahingestellt sein.
Auch die sonstigen Eckdaten des Brill überzeugen: Der Fangkorb ist mit mit seinen 36 l überdurchschnittlich gut dimensioniert, das Gewicht mit 19 kg ist allerdings recht stattlich.
Alles zusammen: Für 195 € bekommt man ein langlebiges und effizientes Gerät, dass auch Allergikern die Luft zum Atmen lässt.
pro:
geschlossenes Fangkorbsystem mit Pollenfilter
Schnittbreite
Design
Fangkorbvolumen
Motorleistung
Preis
contra:
Gewicht
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Akkurasenmäher Bosch Rotak 34 Li - Kabellos gleich mühelos?
Der Bosch Rotak 34 Li wiegt mit Akku nur 12,8 kg, soll eine Stunde mähen können und sammelt bis zu 40 Litern Grasschnitt in seinem Fangkorb: Eigentlich ein rundes Angebot, dass allerdings ein paar Fragezeichen aufwirft. So sind Ersatzakkus kein billiges Vergnügen, auch stellt sich die Frage, wie lang der Rasenmäher in schwerem Gelände mit dicken und langen Gräsern durchhält. Dann muss eine halbe Stunde lang geladen werden – jenseits von 300 m² Rasenfläche wohl auch häufiger.
Ungeachtet dessen macht der Rotak 34 Li auf dem Rasen eine beachtliche Figur: Ohne den Vergleich mit einem Kabelgerät scheuen zu müssen mäht er sich mit seinen 34 cm Schnittbreite in einer Höhe von 20 bis 70 mm durch den Rasen. Der Fangkorb ist mit 40 Litern überaus großzügig dimensioniert. Das Schnittbild ist auf den ersten Blick überzeugend, könnte aber dennoch etwas besser sein. Vom Handling her sind die großen Vorderräder an Kanten und Bäumen etwas störend – dies hätte man anders lösen können.
Fazit: Wer es sich leisten kann und keinen allzu großen Rasen hat – Kabel ab macht glücklich!
Der Gardena easyMove 34E hat rein optisch weniger mit einem Rasenmäher denn mit einem Go-Kart zu tun: Mit einer Mischung aus Motorradlenker und Rennwagenlenkrad um die Kurven des Gartens gesteuert bekommt man Rennsportfeeling während der Gartenarbeit. Das Konzept überzeugt: Kaum einer der Mäher ist so leicht und handlich wie der Gardena easyMove 34E.
Hinter den ergonomischen Gimmicks verbirgt sich in punkto Leistung kein Schwächling: 1.100 Watt Motorleistung und 34 cm Schnittbreite entsprechend voll dem Durchschnitt; nur der Fangkorb ist mit 30 l vergleichsweise klein, aber durchaus ausreichend. Seine Stärken spielt der easyMove vor allem auf verwinkelten Rasenflächen aus: Das Handling ist wirklich sensationell für einen Rasenmäher, auch enge Kurvenradien sind kein Problem. Die Einzelradverstellung für die Schnitthöhe hätte allerdings besser einer zentralen Lösung weichen sollen.
Fazit: Für Herrenfahrer am Rasenmäher. Schnell, schnittig und leistungsstark.
Professionell und vom Erfinder des motorgetriebenen Rasenmähers: Der SABO 36 EL lässt, außer beim Preis, keine Wünsche offen. Wer sich diesen Mäher anschafft, wird sehr lange etwas von ihm haben. Massive 21 kg Gewicht lassen allerdings eine Abstellmöglichkeit zu ebener Erde angeraten sein; so muss der edle Mäher nicht vor jedem Grasschnitt aus dem Keller gewuchtet werden.
Schnitt und Handling sind mehr als überzeugend: Der SABO mäht, mulcht und sammelt perfekt. Die Schnitthöhe ist von 20 bis 70 mm einstellbar, der 43 Liter große Fangkorb sammelt die größte Menge an Grasschnitt im Vergleich ein. Das Gehäuse und die Anbauteile sind äußerst hochwertig verarbeitet; die Ersatzteilversorgung ist dank des deutschen Herstellers kein Problem.
Kurz und gut: Eigentlich müsste er einen Stern tragen. Auch beim Preis.
Nicht viel drin, nicht viel dran, kostet auch nicht viel: Der Einhell BG-EM 1030 ist die Variante für Leute mit kleinem Garten und großem Preisbewusstsein. Für nur 70 Euro erhält man allerdings alles, was ein Rasenmäher braucht: Unten ist ein Messer dran, er brummt, er sammelt. Nur wie lange das alles hält ist schwer zu sagen: Irgendwo muss bei diesem Preis schließlich gespart worden sein.
Gespart hat man insbesondere bei Gewicht und Fangkorb: 28 Liter passen rein, dafür wiegt der ganze Mäher auch nur knapp neun Kilo. Der 1.000-Watt-Motor macht einen passablen Job, er schneidet und mäht ordentlich, die Messerqualität geht in Ordnung. Insgesamt macht der Mäher eine gute Figur – nur Obacht bei den Rädern: Diese können schonmal abfallen.
Elektromäher Wolf-Garten Compact-Plus 37E: Viel Power, kleiner Korb
Der Wolf-Garten Compact-Plus 37E ist der stärkste Rasenmäher im Test: Satte 1,5 kW entfernen den Rasen aus ihrem Garten. Damit ist der Mäher auch für schwerere Gräser und größere Gärten geeignet – sollte man zumindest meinen. Aber im Widerspruch hierzu ist der Fangkorb ziemlich klein und der Schnittbereich von 20 bis 60 mm nicht sensationell groß.
Auch das Gewicht des Mähers ist ein Faktor: Der große Motor wiegt mit Anbauteilen 16 kg; das ist zwar gegenüber dem Sabo immernoch vergleichsweise leicht, dafür ist das Handling allerdings etwas schlechter. Die Schnittbreite ist die größte im Test, der Preis geht für ein Gerät dieser Leistungsklasse in Ordnung.
Fazit: Der Wolf, der mähen kann. Könnte aber leichter sein.
Elektrorasenmäher Testsieger: Grün, aerodynamisch und pollenfrei
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Unser Testsieger kommt aus dem Ruhrgebiet: Der Brill 36 EF ist von allen angebotenen Mähern das rundeste Angebot. Zwar ist er nicht besonders leicht, doch überzeugt seine große Schnitthöhenvarianz und sein leistungsstarker Motor. Zudem hat der Mäher ein ansprechendes Design, die Sammelleistung ist ebenfalls gut und ausreichend.
Der Clou des Brill ist aber eindeutig sein Pollenschutzfilter: Mit diesem Gerät wird Allergikern Gartenarbeit überhaupt erst möglich; wer einen Nachbarn mit Heuschnupfen hat, tut diesem einen großen Gefallen. Die Verarbeitung ist ebenfalls sehr gut - klare Kaufempfehlung.
Heimlicher Liebling des Tests ist freilich der Gardena easyMove 34E: So schnittig mäht es sich mit keinem der Vergleichsgeräte. Für Besitzer von engen Gärten mit äußerst kurvenreicher Rasenkantengestaltung ist er zweifellos erste Wahl. Die Einzelradverstellung nervt allerdings etwas - oder wollen Sie Ihrem Rasen einen schrägen Anschnitt verpassen?
Sehr Gut, aber nicht sehr günstig ist schließlich der SABO 36 EL. Dieser Mäher ist eine Anschaffung fürs Leben, im Alter sollten Sie sich allerdings fit halten: 21 Kilo sind kein Pappenstiel.
Preis Leistungs Sieger - das "Sparbrötchen"
Preis-Leistungs-Sieger Einhell BG-EM 1030 bei Amazon kaufen
Preis-Leistungs-Sieger ist tatsächlich der Einhell BG-EM 1030: Obwohl er mit 1000 Watt und 28 Litern Fangkorb sowie nur 30 cm Schnittbreite die bescheidenste Ausstattung im Test hat, ist sein Anschaffungspreis nicht zu schlagen. Für kleine Rasenflächen ist der Einhell allemal ausreichend; das geringe Gewicht lässt keine Rückenleiden aufkommen. Wie lange er hält, können wir Ihnen auch nicht sagen: Nur, dass man zum Preis von einem Sabo 36 EL sechs Einhells bekommt. Die müssen Sie auch erstmal verschleißen.
Rasenroboter der nächsten Generation
Rasenroboter: Der Gartentrend des Jahres!
Rasenroboter: Lassen Sie doch einfach mähen, wenn Sie mal keine Lust haben: In unserer Kaufberatung erfahren Sie alles, was sie über die Mähroboter wissen müssen. Je nach Modell übernimmt er nach entsprechender Programmierung sogar die Entscheidung, wann er mäht. Dank Regensensoren bleibt er auch in der Ladestation, wenn es zu sehr regnet. Hier erfahren Sie alles zum Thema Robomow
Weiterführende Informationen
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