Gartenhäcksler sind sehr nützliche Helfer: Wer nur einen kleinen Komposthaufen oder eine Biotonne hat, kann mit einem Häcksler seine Gartenabfälle enorm komprimieren. Auch als bodenverbessernder Mulch für die Beete lässt sich der gehäckselte Grünschnitt verwerten, wer mag kann diesen auch in Nachbarschaft und Freudeskreis verteilen.
Häcksler sollten ihrer Aufgabe allerdings gewachsen sein: Sicherheitsmängel und mangelnde Leistungsfähigkeit im Häckselvorgang wurden von uns am kritischsten bewertet. Das Design und der Preis standen für uns in der Bewertung eher hinten an; ein guter Häcksler, der seine Aufgabe langfristig und gründlich erfüllen soll, darf etwas mehr kosten.
In einer kurzen Einführung stellen wir Ihnen die verschiedenen Häckslertypen vor, erläutern ihre Einsatzbereiche und Fähigkeiten und geben wichtige Sicherheitshinweise. Nach der Vorstellung des Testkandidaten kommen wir dann zu den Einzeltests – wie immer kann es nur einen Gewinner geben.
Für Gartenhäcksler haben sich prinzipiell drei Funktionsweisen etabliert:
- Messerhäcksler sind die älteste Bauform. Mit einem starken Motor sind sie sehr schnell, sie sind allerdings laut und anfällig für Verstopfungen.
- Walzenschneidwerk-Häcksler setzen sich zunehmend gegenüber Messerhäckslern durch, diese ziehen die Abfälle selbstständig ein und arbeiten kraftvoller. Sie sind resistent gegenüber Verstopfungen, etwas leiser, aber auch ein wenig teurer.
- Wendelschneidwerk-Häcksler sind im Einzelhandel eher selten anzutreffen, sind ähnlich konstruiert wie das Walzenschneidwerk, aber etwas empfindlicher und ziemlich teuer. Diese Technik wird meist in professionellen Geräten eingesetzt.
Allen Häckslern ist gemein: Nicht in den Einzug fassen und Vorsicht bei Verklemmungen und Verstopfungen. Auch sollten Sie nicht zu dicke Äste in den Häcksler schieben, in den meisten Fällen wird dies schon durch die Einfüllöffnung begrenzt. Diese darf nie entfernt werden – keine Experimente!
Gerät
| Leistung
| Schneidwerk
| max. Ast-Ø
| Gewicht
| Preis
|
Bosch AXT 25 TC | 2.500 W | Turbinensystem | 45 mm | 30,5 kg | 397 € |
Mr. Gardener GH 2842B | 2.800 W | Walzenhäcksler | 42 mm | ca. 30 kg | 189 € |
Guede GH 2600 | 2600 W | Walzenhäcksler | 40 mm | 28 kg | 159 € |
Atika BioQuick 2500 | 2500 W | Messerhäcksler | 40 mm | 18,5 kg | 104 € |
AL-KO Power Slider 2500 | 2500 W | Messerhäcksler | 45 mm | 20 kg | 199 € |
Einhell BG-KS 2040 | 2000 W | Messerhäcksler | 40 mm | 16,8 kg | 99 € |

- Bosch AXT 25 TC

- Mr Gardener ELH 2842

- Güde GH 2600 Silent

- Atika Bio-Quick 2500

- AL-KO Power Slider 2500

- Einhell BG-KS 2040
Leise, teuer, leistungsstark: Wieder einmal weiß ein Bosch-Gerät bei allem zu überzeugen – nur nicht unbedingt beim Preis. Man erhält allerdings mit dem Bosch AXT 25 TC etwas fürs Geld. Die scharfe Spezialwalze, von Bosch als "Turbine-Cut"-System bezeichnet, macht in der Tat einen herausragenden Job: Schnell und erstaunlich leise wird Ast- und Strauchwerk bis zu einem Durchmesser von 45 mm zerkleinert. Darüber hinaus ist das Gerät erfreulich kompakt, wenn allerdings auch nicht ganz leicht: 30,5 kg – "Hightech" bedeutet nicht "Light-Tech".
Die Verarbeitungsqualität ist, wie man es von Bosch-Geräten gewohnt ist, fehlerlos und ausgezeichnet. Das Design gewinnt vielleicht keinen Schönheitspreis, ist aber praktisch und funktionell und besticht durch eine gut gestaltete, große Einfüllöffnung.
Insgesamt kann, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, für den Bosch AXT 25 TC eine klare Empfehlung ausgesprochen werden. Besser häckselt keiner.
Robust, leistungsstark und mit pfiffigen Details: Der Mr Garndener ELH 2842 überraschte im Test. Für ein Nicht-Markengerät ist er erstaunlich gut verarbeitet und kraftvoll, zudem sorgt der durchsichtige Auffangbehälter für eine komfortable Bedienung. Allerdings ist "Herr Gärtner" richtig laut: Mit Schalldruckwerten jenseits der 90 dB verrät der Häcksler überdeutlich, dass im heimischen Garten aufgeräumt wird.
Das Schneidwerk ist qualitativ hochwertig und wird vom mit 2800 Watt leistungsstärksten Motor im Test angetrieben. Das Gewicht von ca. 30 kg geht angesichts der Leistung und Verarbeitung absolut in Ordnung.
Fazit: No-Name muss kein No-Go sein. Wer kraftvoll häckseln will sowie Ohrenschützer und verständnisvolle Nachbarn besitzt: Klare Kaufempfehlung.
Recht leise, recht einfache Handhabung, recht gute Häckselergebnisse: Der Güde GH 2600 Silent ist das typische Durchschnittsgerät. Er macht nichts herausragend gut oder schlecht, sondern verrichtet mit relativ niedrigem Lärmpegel seine Arbeit. Die maximal 40 mm breiten Äste werden zuverlässig eingezogen, sperriges Häckselgut neigt allerdings zu Verklemmungen. Diesem kann mit dem beiliegenden Stopfer nachgeholfen werden.
Der Häcksler ist gut verarbeitet, standfest und robust. Das Design gewinnt keinen Schönheitspreis, ist aber funktionell gestaltet und von den Ausmaßen her nicht unnötig ausladend. Die Sammelbox ist halbtransparent um die Füllstandskontrolle ohne Demontage der Box überprüfen zu können. Der Preis, ebenfalls im Durchschnitt unseres Testfeldes, geht angesichts von Leistung und Verarbeitung in Ordnung.
Kurz gesagt: Der Durchschnittstyp für den Garten. Darf gekauft werden.
Warum ein Häcksler das Wort "Bio" im Namen tragen muss kann im Rahmen dieses Tests nicht näher erforscht werden; viel "Leben" steckt allerdings nicht im günstigen Gerät von Atika: Die Häckseleigenschaften sind eher ausreichend als befriedigend, die Einfüllöffnung ist recht eng und neigt bei verzweigten Ästen schnell zu Verstopfungen. Über die langfristige Haltbarkeit des Messerwerks, welches den Häcksler prinzipbedingt obendrein recht laut macht, kann nur spekuliert werden.
Die Verstopfungsneigung des "BioQuick" ist gegenüber anderen Häckslern leicht erhöht, das Gewicht mit 18,5 kg erfreulich niedrig. Die Verarbeitung des Geräts könnte besser sein, nach dem Dauertestbetrieb erwiesen sich die Schraub- und Steckverbindung bereits als wackelig. Nur der Preis ist günstig: Das zweitbilligste Gerät im Test.
Fazit: Laut und wackelig, aber günstig. Bedingt empfehlenswert.
"Powersliding" kommt aus dem Rallyesport und steht für kontrolliertes Driften mit dem Heck – was hat dies mit einem Häcksler zu tun? Leider nicht viel: So richtig viel Power ist im AL-KO-Shredder nicht enthalten. Als schwächstes Gerät im Test zeigte er trotz durchschnittlicher Motorleistung die geringste Durchzugskraft. Die Häckseleigenschaften sind entsprechend unterdurchschnittlich, zudem ist das Gerät recht laut.
Die Verarbeitungsqualität ist nicht schlecht, die Standfestigkeit leidet allerdings etwas unter dem eher filigranen Unterbau. Dieser neigt zu einer starken Eigenschwingung bei groben Häckselaufgaben. Die Verstopfungsneigung ist recht ausgeprägt, auch wegen des schwachen Durchzugs. Obendrein ist der Einfülltrichter fummelig zu montieren.
Fazit: Für den Preis gibts woanders deutlich mehr Power. Sehr bedingt zu empfehlen.
Der Einhell BG-KS 2040 kann eigentlich nicht als Gartenhäcksler bezeichnet werden: Schon bei kleinem Astwerk streikt das Gerät und verweigert sich einer seriösen Dauerprüfung. Äste und Strauchwerk werden eher "zermantscht" als geschreddert; trotzdem machen Motor und Schneidwerk kraftvollen Lärm - um ziemlich wenig Leistung.
Hervorzuheben sind lediglich der Fangsack, der Stopfer und das geringe Gewicht. Wer allerdings häckseln will, braucht etwas anderes. Insgesamt kann, trotz der sonst meist annehmbaren Qualität der Einhell-Produkte, hier keine Empfehlung ausgesprochen werden.

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Der
Bosch AXT 25 TC hat uns überzeugt – auch wenn er wahrlich kein Schnäppchen ist. Da sich die Anschaffung eines Gartenhäckslers meist eh nur bei größeren Gärten lohnt und die Häckselarbeit jährlich anfällt, kann sie durchaus als langfristig bezeichnet werden. Über lange Sicht hin ist der Bosch die beste Wahl: Kraftvoller Durchzug, sehr gut verarbeitet und leise verrichtet er exzellente Arbeit.
Auch nicht schlecht, aber auch nicht herausragend war der
Güde GH 2600: Er häckselt nur durchschnittlich, ist aber recht leise und im Vergleich zum Bosch ein Sonderangebot. Die Teileversorgung und Garanteprobleme sind hier durch einen deutschen Hersteller minimiert.

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"Herr Gärtner" hat uns überzeugt: Obwohl es sich um kein Markengerät handelt, gibt sich der recht günstige Häcksler keine Blößen und verrichtet seiner Arbeit zuverlässig und kraftvoll. Der
Mr. Gardener ELH 2842 kann daher durchaus als Geheimtipp betrachtet werden. Zwar ist er nicht so leise und so technologisch anspruchsvoll gestaltet wie seine Konkurrenten, dennoch weiß er als Arbeitstier zu überzeugen. Klare Empfehlung!