Poliermaschinen im Test: Richtig schön glänzend polieren ohne Handarbeit, das versprechen alle Hersteller von Poliermaschinen für den Automobilbedarf. Doch welche Maschine hält Ihr Versprechen wirklich? Was macht eine gute Poliermaschine aus und wieviel muss und darf sie kosten? Wir machen für Sie den Test – mit einem hoffentlich glänzenden Ergebnis.
Poliermaschinen werden auf Baumarktwühltisch gerne mal für um die 20 Euro angeboten – kann man damit gute Polierergebnisse erzielen? Eigentlich eher nicht. Denn eine gute Poliermaschine ist ein fein abgestimmtes Präzisionswerkzeug, bei dem es auf eine harmonische Abstimmung der Komponenten ankommt.
So sind Drehzahl und Motorleistung nicht alles; vor allem muss die "Fluchtneigung" der Poliermaschine wirksam eingedämmt werden: Durch das hohe Drehmoment und der Widerstand der Polierscheibe "dreht" sich die Poliermaschine selbstständig von der Blechfläche weg, für den Arbeitskomfort ist entscheidend, wie viel Kraft man aufwenden muss, um dies zu unterbinden.
Auch die Verarbeitungsqualität und die Griffergonomie sind wichtige Punkte: Liegen die Griffe gut in der Hand, sind sie sinnvoll und ergonomisch montiert und lässt die Maschine sich gut führen? Rasten Schalter und Griffe sauber, lassen sich die Polierteller einfach wechseln und läuft die Maschine im langen Betrieb heiß? Viele Fragen, wir haben ein paar Antworten und einen Testsieger.
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| Festool SHINEX RAP 150 E | Berlan BPM1200 | DEMA Poliermaschine | Einhell BT-PO 1100E | Makita 9227 CB |
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Leistung | 1.200 W | 1.200 W | 1.600 W | 1.100 W | 1.200 W |
Gewicht | 2,1 kg | 4,5 kg | 3,5 kg | 4,4 kg | 3,0 kg |
Umdrehungen/min | 400-2100 | 600-3000 | 1000-2800 | 1000-3000 | 600-3000 |
Polierteller max. Ø
| 150 mm | 180 mm | 180 mm | 180 mm | 180 mm |
Spindelgewinde | M14 | M14 | M14 | M 14 | M 14 |
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PREIS (gerundet) | 456 €
| 34 € | 67 €
| 51 €
| 248 €
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Gar nicht mal so billig, dafür im feschen Captain-Kirk-Design: Mit über 450 Euro setzt der
Festool RAP 150 FE klar die Höchstmarke der Preisgestaltung in unserem Vergleichstest. Der Kunde erhält dafür eine qualitativ überaus hochwertige, leichte Maschine mit vorbildlicher Bedienführung und sehr guter Verarbeitung. Doch ist dies alles, wie gesagt, nicht besonders billig.
Die Polier-Performance ist dem Preis angemessen: Schnell und kraftvoll dreht sich die Maschine auf dem stumpfen Lack ohne dabei heiß zu werden oder sich allzu störrisch zu geben. Die Poliervliese halten gut, sind leicht zu wechseln und hochwertig. Die einzigen Mankos der Maschine: Der Polierteller ist mit 150 mm nicht besonders groß, die Drehzahl mit 2100 U/min nicht übertrieben schnell. Das Ergebnis allerdings zählt: Vorbildlich!
Profi-Gerät mit Profi-Preis – aber nicht das Maß aller Dinge
Eines vorweg: Für den Preis der Berlan BPM 1200 bekommt man bei der Konkurrenz nichtmal einen Polierteller. Reichen knapp 34 Euro wirklich, um eine brauchbare Poliermaschine zu bauen? Die Antwort ist: Nein. Das Gerät ist reichlich schwer, eiert trotzdem unbeholfen auf dem Lack hin und her und wird an der Motor/Getriebeeinheit ziemlich heiß.
Auch die Lautstärke des Geräts ist erheblich, die Griffe wirken nicht besonders hochwertig verarbeitet, die Schalter lassen eine lange Lebensdauer zweifelhaft erscheinen. Polierteller liegen nicht bei, diese müssen anderswo zugekauft werden. Vielleicht ist dies, angesichts des sonstigen Qualitätseindrucks der Maschine, besser so.
Fazit: Für den einmaligen Einsatz vielleicht geeignet – danach kann man nur hoffen.
pro:
contra:
- schwer
- nicht hochwertige Verarbeitung
- unhandlich
- kein Zubehör
Dieses Gerät spart an ziemlich vielem, sogar an einer Modellbezeichnung: Die
Poliermaschine von DEMA. Mitgeliefert werden allerdings ein formschöner Koffer und ein Polierteller nebst "Echtfell-"Scheibe, für rund 67 Euro erhält man also bis auf die Politur alles, um den Wagen zum Glänzen zu bringen. Darüber hinaus verfügt das Gerät über ein, leider weitgehend sinnfreies, Digitaldisplay zum Ablesen der momentanen Drehzahl.
Da diese aber für das Polierergebnis nur ein mitentscheidender Faktor ist, bleibt die Kritik am Rest des Geräts: Der Motor ist zweifelsohne kraftvoll, die Maschine ist mit 3,5 kg auch nicht übermäßig schwer. Dennoch neigt sie, wie viele Geräte ihrer Preisklasse, zum Ausbrechen auf der Lackfläche und muss recht kräftig festgehalten werden was sehr ermüdend ist. Auch die Verarbeitungsqualität von Gehäuse und Schaltern ist nicht überragend. Dennoch ist das Polierergebnis, gemessen am Preis der Maschine, gar nicht so schlecht.
Fazit: Geräuschvoll, günstig, ganz in Ordnung. Mehr aber nicht.
pro:
- günstig
- Polierleistung für den Preis in Ordnung
- mit Zubehör und Koffer
contra:
- unklare Herkunft
- nicht ganz saubere Verarbeitung
- bricht aus, hoher Kraftaufwand
DEMA Poliermaschine online kaufen
Sicherlich ist die Einhell BT-PO 1100E mit 4,4 kg kein Leichtgewicht, dennoch verdient sie im Rahmen dieses Tests besondere Beachtung: Als einzige Poliermaschine unter 100 Euro hinterlässt sie keinen allzu zwiespältigen Eindruck. Die Einhell-Maschine ist simpel, aber effektiv. Sie poliert mit hoher Drehzahl und kräftiger Entwicklung; nachteilig ist allerdings, dass der Motor bei längerer Einsatzdauer zu großer Hitzeentwicklung neigt. Dafür bricht die Maschine weniger kräftig aus als ihre Konkurrenten.
Ob der Maschine daher ein langes Leben beschieden sein wird, vermag man hier nicht abschließend beurteilen zu können; die offensichtlich auftretende hohe Reibungshitze lässt allerdings nicht viel Gutes hoffen. Solange die Maschine hält, ist sie aber ihren beiden anderen Billig-Konkurrenten überlegen und wird von einem deutschen Händler mit Garantie vertrieben. Wer nicht täglich oder wöchentlich poliert, kommt mit der Einhell aus.
Fazit: Reicht. Viel mehr braucht der Gelegenheitspolierer nicht.
Makita-Maschinen genießen in Profi-Kreisen einen ausgezeichneten Ruf und – wie die Poliermaschine
Makita 9227 CB zeigt – völlig zurecht. Das Polieren ist einfach, leichtgängig und die Maschine wandert kaum auf der zu polierenden Unterlage herum. Der Motor ist kraftvoll, das Arbeitsgeräusch erfreulich leise und das Gewicht der Maschine mit 3,0 kg ziemlich gering. Schalter und Gehäuse sind hochwertig verarbeitet, der Polierteller entspricht der Norm, soweit, so gut.
Besondere Aufmerksamkeit verdient allerdings wirklich das Polierergebnis: Noch über der wesentlich teureren Festool angesiedelt poliert sich die Makita auf den ersten Platz. Fehlerlos. Wer mehrere Autos pro Jahr poliert und diese Aufgabe nicht als Kraftsport erachtet, sollte sich, das nötige Kleingeld vorausgesetzt, durchaus für die Makita erwärmen.

- Preis/Leistungs-Sieger: Einhell BT-PO 1100E
Blau, günstig, gut: Der Gelegenheitspolierer wird mit der Einhell BT-PO 1100E durchaus seine Freude haben. Das Gerät poliert anständig, natürlich ist ein wenig Kraftaufwand erforderlich. Die Verarbeitung, Lautstärke und auch die Hitzeentwicklung sind natürlich nicht Oberklassenstandard, dennoch: Wer ein- oder zweimal im Jahr seinen Wagen poliert, wird mit der Einhell-Poliermaschine seine Freude haben.
Keine Poliermaschine funktioniert ohne Politur: Wir haben für Sie einen kleinen Überblick an handelsüblichen Polituren zusammengestellt, die Sie sowohl mit der Hand auftragen als auch mit einer Poliermaschine verarbeiten können. Auch hier reicht das Spektrum vom Discount-Angebot bis zur Profi-Variante: Schauen Sie sich einfach um und entscheiden Sie, was den Bedürfnissen Ihres Wagens am besten entgegenkommt.
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