Wie gut eine Heizanlage die im Brennstoff enthaltene Energie in Wärme umsetzt, erkennen Sie an mehreren Kennzahlen: Die erste ist der so genannte Abgasverlust. Er wird bei der jährlichen Emissionsmessung vom Bezirksschornsteinfeger gemessen und auf dem Messprotokoll vermerkt. 12 Prozent Abgasverlust bedeuten, dass rund ein Achtel der verbrauchten Energie ohne Nutzen durch den Kamin verschwinden. Dieser Wert ist auch ausschlaggebend für die Austauschfristen (s.u.).
Vor allem bei sehr alten Kesseln, zum Beispiel bei auf Gas oder Ölbetrieb umgebaute Umstellbrandkessel, sind die so genannten Oberflächenverluste noch größer als die Abgasverluste. Oberflächenverluste sind der Teil der Wärme, der durch die schlechte Dämmung von Heizkessel und Warmwasserspeicher verloren geht. Durchschnittlich gehen bei einem alten Kessel dadurch rund 18 Prozent der eingesetzten Energie einfach verloren. Dazu kommen noch einmal 5 Prozent verschwendeter Brennstoff, die durch unnötiges Auskühlen des Kessels verloren gehen. Zusammen mit dem Abgasverlust gehen also etwa 32 - 35 Prozent der teuer bezahlten Energie verloren und sorgen statt für warme Räume für eine Belastung der Erdatmosphäre, Stichwort Treibhauseffekt.
Zum Vergleich: Moderne Niedertemperaturkessel für Öl oder Gas verlieren nur rund 1 Prozent über Auskühl- und Oberflächenverluste und setzen 92 und mehr Prozent des eingesetzten Öls oder Gas in Heizwärme um.