Nur weil Pellets billiger als Gas oder Öl sind, lohnt sich der Umstieg für Hausbesitzer leider nicht automatisch.
Vor einer Anschaffung sollten die hohen Umstellungskosten und die Anschaffung eines Pelletkessels einkalkuliert werden.
Einmalige Anschaffungskosten
Allein ein Pelletkessel ist mit rund 8.000 bis 15.000 Euro inklusive Fördertechnik deutlich teurer, als ein Brennwert-Modell für Öl- oder Gasbetrieb, die bereits für 2.500 bis 7.000 Euro zu haben sind. Daran ändert auch der staatliche Zuschuss von mindestens 1.700 Euro nichts.
Sparpotenzial
Bei einem Neubau hat man nach wenigen Jahren den Anschaffungspreis der Pelletheizung wieder herausgeholt.
Denn die Preise für Öl und Gas sind überdurchschnittlich teurer als für Pellets, woran sich auch in Zukunft voraussichtlich nichts ändern wird.
Selbst wenn etwa zehn Prozent mehr Pellets verbrannt werden müssen, um auf die gleiche Wärmeabgabe wie bei einer Öl- oder Gasheizung zu kommen, spart man bei einem durchschnittlichen Neubau etwa 200 bis 300 Euro pro Jahr.

- Mit wenigen Handgriffen kann dieser Kombikessel der Firma von Pellets- auf Stückholzverbrennung umgestellt werden.
Die Förderung von Pelletkesseln zwischen 8 und 100 kW wird auch in 2007 fortgesetzt.
Pelletkessel, -öfen und Kombikessel Pellets-Scheitholz werden mit 24 Euro je kW installierter Nennwärmeleistung, mindestens aber mit 1.000 Euro gefördert. Anträge können ab dem 15. März 2007 gestellt werden. Bei der Antragstellung muss das Vorhaben bereits abgeschlossen sein.
Informationen über die Konditionen sowie Förderanträge gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
www.bafa.de/1/de/aufgaben/energie/erneuerbare_energien.php.
Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen haben eigene Förderprogramme mit Zuschüssen bis 1.500 Euro aufgelegt, die sich mit dem Programm des Bundes kombinieren lassen. Informationen gibt es beim zuständigen Forstamt oder unter www.aktion-holzpellets.de.
Bei der Berechnung der Anschaffungskosten, muss man aber auch Dinge wie Anschluss- und Lagerkosten berücksichtigen. So kostet ein Gasanschluss etwa 1.000 bis 3.000 Euro, manche Energieversorger geben hier jedoch einen Zuschuss.
Der Platz im Keller für den Kessel und das Brennstofflager kostet pro Quadratmeter etwa 150 Euro ohne Tank beziehungsweise Fördertechnik.
Und nicht zuletzt benötigen Pelletkessel einen Schornstein, was bei unter dem Dach angebrachten Gas- und Öl-Brennwertkesseln nicht unbedingt der Fall ist.
Ein solcher Schornstein schlägt mit 100 bis 200 Euro pro Meter Höhe und etwa einem Viertel Quadratmeter Fläche pro Geschoss zu Buche.
Dafür bekommt man mit einer Pelletheizung ein zukunfts- und preissicheres Heizsystem, das unabhängig von den Weltmärkten für Energie ist und gleichzeitig die Umwelt schont.