bbs/Fe. Herbststimmung in Stadt und Land, Nebel und Dämmerung herrschen vor – ein zahnloses Gesicht grinst auf der Türschwelle, gespenstisch flackert Licht hinter den leeren Augenhöhlen. Keine Frage, die Kürbiszeit beginnt.
Noch vor wenigen Jahren interessierte der Kürbis-Anbau allenfalls Kleingärtner und Hausfrauen, die Kompott kochten und nach Kürbisrezepten suchten. Heute ist die Riesenfrucht, die botanisch zu den Beeren zählt, im Herbst allgegenwärtig und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. In den angelsächsischen Ländern spielt der Kürbis schon seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle am Abend vor Allerheiligen, dem All Hallows Evening oder verkürzt Halloween.
Sobald Ende September die ersten Kürbisse reif werden, gruppieren sie sich nun auch bei uns vor den Haustüren und Fenstern, auf Balkonen und Terrassen. Dabei gehen Dekorationswunsch und Zweckmäßigkeit Hand in Hand, denn nirgendwo lassen Kürbisse sich besser aufbewahren als an einem trockenen Platz an der frischen, kühlen Herbstluft. Unbeschädigte Exemplare bleiben dort so lange frisch und ansehnlich, bis sie in köstliche Suppen, Kuchen oder Gemüse verwandelt werden oder kurz vor dem ersten Frost ins Haus umziehen. Die Haltbarkeit geschnitzter Exemplare ist allerdings begrenzt.
Der richtige Kürbis für jeden Zweck
Die stattlichen gelben und orangeroten Kürbissorten wie „Big Mama“, „Racer“ oder „Aspen“ sind besonders gefragt. Mit ihren reichen Farbtönen scheinen sie die Herbstsonne zu speichern und widerzuspiegeln. Wer sich auf einer der vielen Kürbisausstellungen in Gärtnereien und Gartencentern umschaut, wird auch von der stattlichen, graugrün-warzigen „Marina di Chioggia“, von „Sweet Delite“ in edlem Dunkelgrün mit silberweißen Tupfen oder dem Cremeweiß der Sorte „Lumina“ fasziniert sein. Für köstliche Kürbisgerichte sind sie alle hervorragend geeignet.