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 - Osterkerze
Vielerorts werden in den Kirchen noch immer Osterkerzen entzündet. Diese Tradition ist schon seit dem 4. Jahrhundert nach Christus in der christlichen Liturgie üblich. In der Osternacht wird am geweihten Osterfeuer das Osterlicht entzündet und feierlich in die dunkle Kirche getragen. Die sich verzehrende Kerze symbolisiert den Leib Jesu. Das Licht der Osterkerze symbolisiert die Auferstehung Christi und das ewige Leben. Zur Erinnerung an Christus Leiden am Kreuz und an seine Wunden, wird die geweihte Kerze mit fünf „Wachsnägeln“ gespickt. Das Licht der Osterkerze entzündet alle anderen Kerzen der Kirche und auch viele kleine Kerzen, die an die Besucher des Gottesdienstes verschenkt werden. Das Osterlicht soll sie vor Nöten und Krankheiten schützen.
Die Osterkerze brennt das ganze Jahr über an allen Sonntagsmessen, kirchlichen Feiertagen, Trauungen und Taufen und soll Christus - das Licht - symbolisieren. Natürlich kann man Osterkerzen auch mit Kindern selber basteln, um sie mit den Osterritualen vertraut zu machen. Als Basis eignet sich eine große weiße Stumpenkerze. Zur Verzierung benötigt man rotes Plattenwachs - auch "Knetwachs" genannt und Dekorfolie in Silber- oder Goldfarben.
Das Plattenwachs wird mit der Nudelrolle oder einer großen Flasche flach ausgerollt. Dann kann es mit dem Messer in passende Formen und Ornamente geschnitten werden.
Geeignete Motive: - ein Kreuz
- die griechischen Buchstaben Alpha Α und Omega Ω
- Fünf Kugeln/Nägel an den Enden und im Zentrum des Kreuzes
- die aktuelle Jahreszahl
Eine Kerze symbolisiert Wärme, Geborgenheit, Romantik und Behaglichkeit. Ein breites Sortiment an verschiedenen Kerzenmodellen sorgt dafür, dass für jeden Geschmack und für jede Feierlichkeit das Passende dabei ist. Jedoch haben Sie auch die Möglichkeit diese stimmungsvolle Lichtquelle selber herzustellen. Bei uns erfahren Sie alles zum Thema: Kerzen selber machen Heutzutage tritt die religiöse Botschaft der Osterkerze oft vor den dekorativen Aspekten des Tafelschmucks in den Hintergrund. Bei den modernen dekorativen Kerzen zum Osterfest dominiern Eierformen und Folklore-Figuren als Applikationen.  - Moderne Osterkerzen in Eierform (Foto: Gütegemeinschaft Kerzen)
Wachszieher und Wachswarenfabriken stellen seit Jahresbeginn die aufwändig verzierten Osterkerzen her. Der Wachszieher ist einer der ältesten Handwerksberufe. Das Kerzenziehen, ein traditionelles Herstellungsverfahren, wird hierzulande noch gepflegt. Dabei wird der Docht durch ein Wachsbad gezogen - je öfter, desto dicker die Kerze.
In Osterkerzen steckt noch Handwerk. Die Symbole wie das Osterlamm, das Kreuz, das Alpha- und das Omegazeichen werden von Hand modelliert und mit einem speziellen Kerzenkleber aufgebracht. Osterkerzen, die meist über fünf Kilogramm schwer sind, werden vorwiegend im Pressverfahren produziert. Die Strangpresse besteht aus einem Kolben, in dessen Kompressionsraum die hochwertigen Kerzenrohstoffe Bienenwachs, Paraffin und Stearin verdichtet werden. Anschließend wird der Docht, zumeist aus Baumwolle hergestellt, ins Zentrum des Kerzenstranges eingeführt.
Die Symbolkraft der Wachskerzen ist ungebrochen. "In keinem Land Europas werden mehr Kerzen produziert als in Deutschland", sagt W. Reich, Geschäftsführer der Kerzeninnung (Bayerische Wachszieher-Innung / Bundesinnung). Ihr gehören bundesweit rund 60 Mitgliedsbetriebe an. Daneben betreut sie auch zahlreiche Firmen in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden - vom traditionellen Wachszieher bis zur modernen Wachswarenfabrik.
Kerze und Wachs gehören zusammen, so wie es der lateinische Ursprung des Namens "cereus" (Wachslicht) bereits impliziert. "Die warm leuchtende Flamme echter Wachskerzen zieht die Menschen seit je her magisch an. Dies lässt sich durch nichts ersetzen - am allerwenigsten durch Kerzenattrappen", erläutert Reich. Ostern ohne Wachskerze sei wie Weihnachten ohne Christbaum. Weitere Informationen unter www.kerzeninnung.de  - Die größte Osterkerze in Rom (Foto: Gütegemeinschaft Kerzen)
5 Kilo schwer (entspricht 420 Päckchen Butter á 240 gr.), 2,20 Meter groß, ein Durchmesser von 25 Zentimetern (etwa drei Mal so dick wie eine handelsübliche Mineralwasserflache) sowie per Hand modellierte Applikationen in Rot und Gold auf elfenbeinfarbenem Wachs! Dies ist die größte Osterkerze der Welt, hergestellt in der Deggendorfer Wachswarenfabrik Wiedemann.
Diese Osterkerze war ein außergewöhnliches Geschenk der Deggendorfer für Papst Benedikt XVI, der die Kerze persönlich auf dem Petersplatz in Rom im Rahmen einer Generalaudienz im April 2006 entgegennahm. Überreicht wurde sie von der Deggendorfer Oberbürgermeisterin Anna Eder und dem Geschäftsführer der Wachswarenfabrik Wiedemann, Peter Trenner. Kerzen spielen eine wichtige Rolle als Bestandteil in der kirchlichen Zeremonie und sind zusätzlich eine bleibende Erinnerung an diese besonderen Festlichkeiten. Bei diesen Firmen kann man individualisierte traditionelle Osterkerzen bekommen: Qualitätskerzen mit dem RAL-Gütezeichen sind absolut „festtagstauglich“: denn diese Kerzen sind ausgesprochen rauch- und rußarm und tropfen bei richtigem Gebrauch nicht.
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