Wird ein Pfosten oder ein Brett quer zur Faser durchgeschnitten, nennt man diese Schnittfläche "Hirnholz" oder "Stirnholz". Sie nimmt sehr viel Feuchtigkeit auf und quillt stark. Neben konstruktivem Schutz hat es sich bewährt, solche Flächen zweimal zusätzlich zu streichen oder mit Klarlack/Bootslack zu schützen.
Druckimprägnierte Hölzer sind zwar bis tief ins Innere geschützt, die Oberfläche kann aber schnell durch UV-Strahlen graub werden und durch vielfältige Witterungseinflüsse reißen. Ein zusätzlicher Ober- flächenschutz ist unumgänglich.
Pigmente sind mikroskopisch kleine farbige Teilchen, die Farbton, Farbstärke, Deckvermögen, Wetterbeständigkeit und UV- Beständigkeit eines Anstriches mitbestimmen.
Ultraviolette Strahlung schädigt das Holz. Das Geheimnis einer guten Lasur ist, dass über 99% der UV-Strahlen abgefangen werden und das Holz nicht erreichen. UV-Absorber sind organische Zusätze, die die schädigende Strahlung in unschädliche umwandeln.
Thixotrope Lasuren sind im Gebinde gelartig - die Lasur kann als kompakte Masse mit dem Pinsel aufgenommen werden, ohne dass sie tropft. Erst durch die Streichbewegung des Pinsels wird sie flüssig. Dies ist besonders angenehm beim Streichen überkopf.
Dies bedeutet, dass die Farbe cremig ist und nicht so leicht vom Pinsel tropftflüssiger als thixotrop!
Holzspielzeug, Spielgeräte und Kindermöbel können mit Lasuren und Holzfarben bunt gestrichen werden, wenn diese nach der europäischen Norm EN 71 "Sicherheit von Kinderspielzeug", Teil 3, geprüft sind. Selbst wenn Kinder diese Holzteile in den Mund nehmen, ist dies nach Trocknung des Anstriches unbedenklich.
Farben und Lasuren mit dem "Blauen Engel" dürfen keine chemischen Holzschutzmittel enthalten.
Dieses Thema wurde für Sie von heimwerker.de in Zusammenarbeit mit BONDEX ausgearbeitet.