Bei Klebstoffen gibt es die unterschiedlichsten Inhaltsstoffe, die selbstverständlich die Einsatzbereiche sehr beeinflussen. So unterscheiden sich Kleber z. B. aufgrund ihrer Bindemittel, die natürlich (Naturharze, Kohlehydrate, Kautschuk, Eiweiße, Wachse und andere Naturstoffe) oder synthetisch (künstlich hergestellte wie verschiedene Acrylate, Acetate, Harze, etc.) sein können oder ob sie lösemittelhaltig oder lösemittelfrei sind.
Lösemittel wie Alkohol, Aceton oder Benzin haben die Funktion, die Kautschuke oder Harze in den Klebstoffen zu verflüssigen.
Das jeweilige Lösungsmittel muß entweder durch das zu verklebende Material entweichen können (Durchlässige Materialien sind Holz, Pappe, Leder etc.) oder bei dichteren Stoffen seitlich ausdünsten können. Die Verdunstung bewirkt die Aushärtung des Klebstoffes. Kleber mit Lösemitteln weisen (derzeit noch) eine bessere Anfangshaftung auf, sind im Einsatz vielfältiger und verkleben Materialien besser. Leider haben sie den negativen Effekt, daß durch die Verdunstung eine mehr oder weniger intensive Geruchsbelästigung auftritt.
Genau diese Geruchsbelästigung haben lösemittelfreie Klebstoffe nicht, da die Substanzen im Kleber mit Wasser verflüssigt sind. Die Klebkraft gleicht bei porösen, durchlässigen Materialien denen der lösemittelhaltigen Klebstoffe.
Der Nachteil ist eine langsamere Trocknung des Stoffes und bei z. B. Papier eine leichte Wellung (Feuchtigkeit). Auch können nicht alle Anwendungen mit diesen Klebstoffen vorgenommen werden.