Wird das Wort "Klebstoff" verwendet, ist das längst nicht so eindeutig, wie man meint. Denn unter diesem Begriff werden z. B. Kleber, Kleister, Leime, Klebkitte, Zemente, pflanzliche Gummierungsmittel, Klebepasten, etc. zusammengefaßt. Natürlich gibt es aber auch eine feste Definition, und zwar in der DIN-Norm 16920.
Um eine gute Verklebung erzielen zu können, sollten die Oberflächen fett- und staubfrei sein. Auf den einzelnen Gebinden werden zusätzliche Maßnahmen, aber auch Einschränkungen angegeben, welche Materialien z.B. nicht mit dem Produkt verklebbar sind bzw. dabei Schäden erleiden. Grundsätzlich werden folgende Schritte empfohlen:
- Die Oberflächen müssen von allen Fremdstoffen befreit werden und sollten dann z. B. durch Schleifen angerauht werden.
- Die zu verbindenden Flächen müssen mit Aceton, Nitroverdünner
(Achtung: greifen eventl. die Oberflächen an) oder Alkohol (Ethanol)
gereinigt werden. Kein benzinbasierendes Lösungsmittel verwenden
(hinterlassen Ölspuren).
- Die trockenen Klebeflächen nicht mehr berühren (Hautfette), den Klebstoff dünn und gleichmäßig auftragen (Kohäsionseffekt) und unter Umständen ablüften.
- Eine Verschmutzung der Klebstoff-Fläche sollte vermieden werden.
Nach der Verbindung folgt die Aushärtung, die von den beiden maßgeblichen Faktoren Zeit und Temperatur bestimmt wird.
So kann die Aushärtezeit durch eine Temperaturveränderung beeinflußt werden; eine Erwärmung verkürzt die Aushärtung, eine Abkühlung verlängert sie. Die Zeit bis zur vollständigen Aushärtung wird als Aushärte- oder Polymerisationsdauer genannt.