Aus der rechteckigen Domino-3-Schichtplatte (122,0 x 67,0 cm) wird die ovale Form der Tischplatte ausgeschnitten. Dazu müssen zunächst die Umrisse der Tischplatte sowie die Lage der Wangen (Beine des Tisches), des Schubkastens und der Laufleisten angezeichnet werden. Mit einem „Leistenzirkel“ (Radius 74 cm) wird das Außenmaß der Tischplatte festgelegt. Beim Innenmaß ist der Radius entsprechend kleiner (66 cm).
Mit der Bosch-Stichsäge wird die Form hergestellt. Sauber geht das, wenn das
Elektrowerkzeug eine Staubabsaugung besitzt und damit an einen Haushaltsstaubsauger angeschlossen werden kann. Die Sägekanten lassen sich danach mit einer Holzfeile oder Sandpapier (beides von Lux) glätten, bevor sie mit einer Bosch-Oberfräse abgerundet werden.
Für die korrekt geformte Biegung der Wangen und der Schubkasten- Vorderstücke benötigt man eine Schablone. Sie kann aus Reststücken einer Spanplatte hergestellt werden. Ihr Radius muß ebenfalls 66 cm betragen. Aus jeweils fünf Sperrholzbrettchen, die allesamt vier Millimeter dick sind, werden die Wangen geformt. Dazu wird lösemittelfreier UHU coll Holzleim mit einem Zahnspachtel flächig aufgetragen.
Das so entstandene Sperrholzpaket wird auf die Schablone gelegt und mit Lux- Schrauboder Klemmzwingen entsprechend darüber gebogen. Wichtig ist hierbei, daß man Zulagen verwendet, damit die Schraub- oder Klemmzwingen keine Druckstellen im Holz hinterlassen.
Damit die gewölbte Form auch erhalten bleibt, muß der UHU coll Holzleim ausreichend Zeit bekommen, auszuhärten. Mit den drei übrigen Wangen und den Schubladenfronten wird gleichermaßen verfahren; auch sie werden über dem Spanplatten-Modell geformt.
Die ausgehärteten, gebogenen Einzelteile werden auf ihr exaktes Maß mit einer Bosch- Kreissäge abgelängt. Für die Feinarbeit, die beiden jeweils zusammengehörenden Wangen einander anzupassen, ist eine Stichsäge erforderlich, deren Bodenplatte sich um 45° neigen läßt, sowie ein Lux- Doppelhobel. Als genaue Vorlage hierfür dienen die Zeichnungen an der Unterseite der Couchtischplatte.
Bevor die Wangen-Paare an den soeben ausgearbeiteten Schmiegen zusammengeleimt werden können, müssen die Laufleisten sowie die Streichleisten für den Schubkasten eingepaßt, abgerundet und eingedübelt werden. Der Detailausschnitt "A" der Konstruktionszeichnung zeigt das deutlich. Mit Dübelhilfen von Lux lassen sich die ungewöhnlichen Gegenpositionen der Bohrlöcher exakt anzeichnen. Wichtig beim Einbohren der Dübellöcher ist ein Bohrer mit Tiefenanschlag. Zum Fixieren der Einzelteile bieten sich um die Wangen herum Klebebandstreifen an, während an den breiten Seiten Lux-Schraubund Klemmzwingen für den notwendigen Anpreßdruck sorgen.
Für den Schubkasten sind die Vorderstücke, die Seitenteile sowie der Boden in Form geschnitten und nachgearbeitet worden. Als Vorlage dient hierfür wieder die Zeichnung. Alles wird mit lösemittelfreiem UHU coll Holzleim stumpf zusammengeleimt, denn der 10 mm dicke Boden und die ebenso dicken Seiten- Elemente bieten genügend Leimfläche, um den Schubkasten dauerhaft zusammenzuhalten. Lange Lux-Schraub- und Klemmzwingen sowie Paket- Klebeband sind wiederum hilfreich beim Fixieren der Einzelteile.
Um die Kiefernsperrholz-Formen oberflächenbehandeln zu können, ist es sinnvoll, hier entweder mit einem Exzenter- oder einem Schwingschleifer (beispielsweise von Bosch) zu arbeiten. Nach dem Schleifen können die Fußteile unter die Tischplatte geleimt werden. Wer will, kann mit der Lux-Dübelhilfe noch Holzdübel einarbeiten, was jedoch nicht unbedingt notwendig ist. Der UHU coll Holzleim allein sorgt schon für ausreichenden Halt.
Da die Laufleisten beim Zusammenbau der Fußteile bereits mit eingesetzt worden waren, braucht nur noch der fertige Schubkasten eingeschoben werden. Nachdem dessen Sperrholzoberflächen säuberlich geschliffen worden sind, kann mit der Oberflächenbehandlung begonnen werden. Die attraktive Holzmaserung läßt sich mit wasserverdünnbarem Alpina Acryl Klarlack erhalten und schützen. Die Tischplatte haben wir im Gegensatz dazu farbig angelegt, und zwar mit umweltschonendem Alpina-Acryl-Buntlack.
Den mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" gekennzeichneten Acryl-Buntlack gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen, so daß es nicht schwer ist, den Designer-Tisch zusätzlich zu seiner interessanten Form auch farblich attraktiv zu gestalten.