Schnippeln wie die Kochprofis. Dazu gehört nicht nur ein scharfes Messer, sondern auch die richtige Schneidunterlage. Bei herkömmlichen Holzschneidbrettern werden die liegenden Fasern beim Schneiden durchtrennt und es kommt schnell zum Verschleiß. Stehen die Holzklötzchen, und somit auch die Holzfasern aufrecht, gibt es so gut wie keinen Verschleiß und das Brett hält sehr lange. Gegenüber Kunststoffbrettern haben Holzbretter den Vorteil, dass Bakterien von der im Holz enthaltenen Gerbsäure abgetötet werden. Dieses Schneidbrett kann aber noch mehr: Durch das verborgene Fach und die Messerbank ist es das Schnippel- Center Ihrer Küche. Kleine Messer, Schäler, Dosenöffner und Küchenutensilien lassen sich darunter verstauen. Ihre drei großen Lieblingsmesser werden dahinter in der Messerbank sicher aufbewahrt. Das Brett kann von beiden Seiten verwendet werden. So kommt es nicht zu Geschmacksbeeinträchtigungen wenn zuerst Zwiebeln und dann Früchte geschnitten werden. Das Brett wird aus einer handelsüblichen Buche-Leimholzplatte hergestellt. Je nach Stärke der Platte (am besten zwischen 18 und 21 mm) ändern sich die Außenmaße des Brettes. Der verwendete Leim muss wasserfest sein.
Hier sehen Sie die Schneidebrett Bauanleitung
5.1 In die Oberseite der Messerbank werden zwei Nuten gesägt, in die Auflageleisten (Pos. 6) eingeleimt werden, um das Herausrutschen der Messer zu verhindern. Die Leisten (Pos. 2) für die Facheinteilung im Untergestell werden auf die passende
5.2 Länge abgeschnitten und an den Oberkanten gerundet. Runden Sie mit einer Fräse oder einem Handschleifklotz alle sichtbaren Kanten ab. Auf Oberund Unterseite des Untergestells Löcher für Gummipuffer bohren. Durch diese Gummipuffer steht das Gestell sicher
5.3 und ohne verrutschen auf der Arbeitsplatte und kann beim Schneiden nicht klappern. Die Trennwände werden mit einem Tropfen Leim in den Nuten des Untergestells befestigt. Schleifen Sie alle Teile mit einem Exzenterschleifer, letzter Schliff Körnung P180.
6.1 Ölen Sie das Untergestell nur innen mit Olivenöl. Auf der Messerbank wird Leim angegeben und sie wird mit Zwingen auf dem Untergestell festgespannt. Achten Sie darauf, dass die Messerbank auf allen Seiten mit dem Untergestell bündig abschließt.
6.2 Schleifen Sie nach dem Trocknen noch einmal alle Kanten von Messerbank und
Untergestell nach und entfernen Sie alle eventuell vorhandenen Leimreste mit einem scharfen Stemmeisen. Ölen Sie alle Teile satt mit Olivenöl und lassen Sie es über Nacht ins Holz einziehen.
6.3 Da das Holz das Öl stark aufsaugt, können Sie diese Behandlung mehrfach wiederholen. Lassen Sie die Einzelteile einige Tage lüften. Dadurch vermeiden Sie, dass das Olivenöl ranzig wird. Die Gummipuffer werden in die vorgebohrten Löcher eingedrückt.
Bei Schnitten längs zur Holzfaser muss ein möglichst grobes Sägeblatt mit wenigen Zähnen verwendet werden. Durch die beim Längsschneiden größeren Späne verstopfen die Zwischenräume von feinen Sägeblättern und es kommt zu einer sehr starken Reibung. Die dadurch entstehende Hitze kann das Sägeblatt zerstören und es entstehen Brandstellen am Holz. Die weit größere Gefahr ist aber die durch die hohe Reibung größere Rückschlaggefahr. Gerade beim Nuten kann es dann passieren, dass das Werkstück vom Sägeblatt nach oben geschleudert wird und den Bearbeiter trifft oder ins Sägeblatt zurückfällt und es zu Beschädigungen beim Werkstück kommen kann. Auch der Motor der Maschine wird stärker beansprucht, was zu Überhitzung führen kann.