So baut man einen Karnevalswagen als Motivwagen:
Nach dem künstlerischen Entwurf wird ein Gerüst aus Schreinerleisten und Maschendraht auf einen Unterbau genagelt, das die Basis für die Verkleidung aus Pappmachee bildet.
Steht die grobe Grundform, bekommen verschiedene Klebstoffe ihren großen Auftritt. In ca. 20 cm breiten Abständen werden Kreppklebestreifen am Draht befestigt. Sie verhindern, dass die Schwerkraft das Material aus Papier und Leim vom Drahtgerüst zieht.
Jetzt erst beginnt die Modellierphase mit Pappmachee. Aus Zeitungspapier und Knochenleim oder
Tapetenkleister wird Schicht um Schicht aufgetragen, bis zum Beispiel die Nase des karikierten Politikers die gewünschte Form hat.
Jacques Tilly, Wagenbauer aus Düsseldorf, schwört ebenso wie seine Kollegen/innen aus den anderen Karnevals-Hochburgen auf Knochenleim: „Mit diesem schnelltrocknenden Klebstoff kann ich auch in letzter Minute noch brandaktuelle Motive umsetzen!“
Der Leim hält die Karnevalswagen sicher zusammen – für die Dauer des Zuges sogar bei Regen.