Seit über 10 Jahren hat sich die Abdichtung im direkten Verbund mit keramischen Belägen in der Praxis bewährt. Besonders in feuchtigkeitsbeanspruchten Bereichen ist diese Abdichtungstechnik wirtschaftlich, leicht und sicher zu verarbeiten.
Rohrdurchführungen, Wannenanschlüsse, etc., aber auch Ecken stellen besondere Anforderungen an die Abdichtung. Solche Stellen müssen vor der Flächenabdichtung separat gesondert eingedichtet werden, da sie die Funktionstüchtigkeit der gesamten Abdichtungsmaßnahme beeinflussen. So sind Silikonfugen grundsätzlich keine dauerhafte Abdichtung, da sie einem Verschleiß (z.B. durch intensives Reinigen) unterliegen, sich mit der Zeit an den Rändern lösen können und damit Wasser in den Untergrund eindringen kann.
Zur Steigerung der Ausführungssicherheit wird empfohlen, Abdichtungen im Verbund generell in zwei Arbeitsgängen auszuführen. Begonnen wird in den Raumecken, z.B. im Bereich einer Duschecke im Anschluss Boden/ Wand und Wand/Wand. Hier wird mit hochelastischen Kunststoff-Abdichtbändern, die mit einer Vlieskaschierung versehenden sind, elastisch und dauerhaft überbrückt.
Die Abdichtbänder bettet man in eine vorher aufgetragene frische Schicht der Abdichtungsmasse ein und überstreicht sie im Randbereich nochmals mit der Flüssigfolie. Vorhandene Bewegungsfugen sind in gleicher Weise abzudichten. Dabei sollte in den Abdichtbändern eine Schlaufe ausgebildet werden, die Bewegungen aufnehmen kann.