Trockene, frostfreie, tragfähige und planebene Wandflächen müssen grundiert werden (z.B. mit Tiefengrund). Spritzwassergefährdete Bereiche in häuslichen Feuchträumen sind abzudichten (z.B. mit Flächendicht). Bei raumhoher Verlegung eine im mittleren Bereich liegende Reihe, bei halbhoher Verlegung die oberste Reihe gerade anzeichnen. Für den anschließenden Bodenbelag soviel Platz einplanen, daß die Bodenfliese einschließlich Kleber (mit 5 mm Zwischenraum für die Siliconfuge) Kante an Kante mit der Wandfliese abschließt.
Es wird immer soviel Kleber aufgezogen, wie in der offenen Verarbeitungszeit mit Fliesen belegt werden kann. Bildet sich auf den Kleberstegen eine Haut, ist die Haftung nicht mehr optimal – der alte Kleber muß entfernt und neu angemischter aufgetragen werden. Anschließend wird der Fliesenkleber mit einem Zahnspachtel durchgekämmt. Es ist sinnvoll, von Zeit zu Zeit eine Fliese abzunehmen und zu kontrollieren, ob eine ca. 80% Benetzung der Fliesenrückseite erreicht worden ist. Für besonders einfaches und genaues Arbeiten ist der Einsatz einer Eckenschnur (Fliesenhexe) hilfreich.
Hierfür werden die beiden äußeren Fliesen rechts und links entlang der eingezeichneten Linie angesetzt, die Schnur an den Fliesenecken befestigt und die waagerechte Fliesenreihe daran ausgerichtet. Die Fliesen unterhalb der Schnur ansetzen und anschließend ins Kleberbett einschieben. Für ein exaktes Fugenbild können Fliesenkreuzen als Abstandshalter verwendet werden.
Felder, in die bauseits zugeschnittene Fliesen kommen, bleiben zunächst frei, der Kleber wird mit einem Spachtel abgenommen. Erst zum Schluß, nachdem die Fläche mit den ganzen Fliesen belegt ist, werden die ausgesparten Fliesen einzeln eingepaßt. Kleberreste für späteres Verfugen aus den Fugen kratzen und Fläche gut trocknen lassen (siehe Gebindeangaben).
Bild links: Bei rechtwinkeligen Räumen auf dem Boden mittig und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur spannen.
Bild rechts: Bei einer unbestimmten Verfliesungshöhe mit ganzen Fliesen von unten beginnen, bei festgelegter Höhe von oben.
Die trockene, frostfreie, tragfähige und planebene Bodenfläche muß ebenfalls grundiert werden. Spritzwassergefährdete Bereiche in häuslichen Feuchträumen sind ebenso abzudichten. Den Kleber abschnittsweise (immer nur soviel Kleber auftragen, wie in der offenen Verarbeitungszeit mit Fliesen belegt werden kann, siehe auch Wand) mit der Traufel gleichmäßig dick aufziehen und mit dem entsprechenden Zahnspachtel durchkämmen. Die erste Fliese parallel zur Wand ansetzen. Daran die erste Reihe ausrichten. Die Fliese fest ins Kleberbett einschieben und eventuell mit dem Gummihammer anklopfen. Zur perfekten Ausrichtung der Fliesen unterhalb der ersten Reihe jeweils rechts und links eine Fliese anlegen. An diesen Platten die Eckschnur befestigen. Diese und die folgenden Reihen nun entlang der Schnur ausrichten. Wandsockelfliesen werden in Wohnräumen, erst nachdem die Bodenfliesen verfugt sind, angebracht. Dabei werden sie um die Bewegungsfuge freizuhalten, mit Pappstreifen unterlegt. In Bädern zuerst die Wand- und anschließend die Bodenflächen verfliesen.