Sind die richtigen Fliesen ausgewählt, der Untergrund vorbehandelt, geht’s an den Verlegeplan. Das Maß aller Dinge bei gefliesten Flächen: Symmetrie und Geradlinigkeit. Denn nur so lässt sich eine harmonisch ausgewogene Aufteilung der Flächen erzielen. Ob gerade Wand, Mauerkante oder Pfeiler, Nische oder Vorsprung, große Fläche oder durchgehender Fugenverlauf angrenzender Räume, gerade oder diagonale Bodenverlegung – für jede örtliche Besonderheit gibt’s praktikable Lösungen. Nie sollte man jedoch die Symmetrie aus dem Auge verlieren.
Doch gilt speziell bei der Entwicklung eines Verlegeplans der alte Spruch: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." Sorgfalt und Genauigkeit vorausgesetzt, zeigt unsere Bilderfolge, wie auch schwierige Bereiche mit einfachen Mitteln anspruchsvoll verfliest werden können. Die Krönung einer verfliesten Wandfläche ist die symmetrische Aufteilung der Installationsanschlüsse. Aber Vorsicht: bereits kleinste Ungenauigkeiten wirken sich optisch fatal aus. Daher geht ohne die genauen Einbaumaße der sanitären Einrichtungen – die millimetergenau eingehalten werden müssen – überhaupt nichts.
Selbst Ecken und Kanten, Türen und Ablagen, Wasser- und Elektroanschlüsse sind mit dem richtigen Werkzeug kein Problem. Neben einem Fliesenschneidegerät, einer Papageienschnabelzange, Wasserwaage und Senklot, einer Fliesen-Brechzange und einem Fliesenhammer leisten Winkelschleifer, Aluschiene und Lochschneidegerät als Grundausstattung wertvolle Dienste. Darüber hinaus sind Fliesenlegerecken und Zahnkellen, Rührwerk für Spachtel, Mörtel und Klebstoff, Klebeband und Fliesenkreuze sinnvolle Hilfsmittel. Allerdings hilft auch das beste Werkzeug nicht weiter, wenn nicht genau ausgemessen und die Maße nicht sorgfältig auf die Fliesen übertragen werden.