So gibt es Maurerkellen in unterschiedlichen Formen. Eins bleibt jedoch gleich: Die Kellenblätter werden aus Bandstahl hergestellt und mit einer Angel aus Rundstahl verschweißt. Bei einer guten Kelle wird das Blatt so gehärtet, dass es elastisch bleibt. Geschliffen wird das Kellenblatt, dass es sich von hinten nach vorne verjüngt. Der konische Schliff sorgt für eine gute Flexibilität des Kellenblattes. Rau geschliffene Oberflächen sorgen für ein gutes Haftverhalten des Mörtels. Bei einfachen Qualitäten – für geringe Ansprüche – werden die Blätter nicht konisch geschliffen. Der Arbeitsgang wird eingespart, die Blätter bleiben auf der gesamten Länge gleich dick. Rostfreie Kellen aus Edelstahl eignen sich besonders für Gips- und Kunststoffputze, da sie weitestgehend resistent gegen chemische Substanzen sind.
In Bau- und Heimwerkermärkten haben sich Kellen aus Edelstahl besonders gut durchgesetzt, das "rostfrei" - Symbol gilt hier als sicheres Qualitätsmerkmal. Rostfreie Kellen sind leicht zu reinigen und erhalten keinen konischen Schliff, da das Ausgangsmaterial bereits flexibel ist. Die Angeln gibt es in gerader Form oder als Schwanenhals. Wichtig ist der Sitz der Angel in der Mitte des Kellenblattes, damit die Kelle nicht nach vorne abkippt, oder seitlich ausbricht. Die Schweißnaht sollte sauber angeschliffen werden, damit keine Mörtelreste haften bleiben. Kellengriffe werden aus Holz oder Kunststoff produziert. Zweikomponenten- Griffe mit Weich- und Hartzonen erhöhen die Griffigkeit und sorgen für eine optimale Kraftübertragung, wo es erforderlich ist. Griffenden mit Gummikappe eignen sich zum Anklopfen und Ausrichten der Fliesen. Griffenden mit einer Schlagkappe aus Metall werden zum Ausrichten und Anklopfen von Steinen eingesetzt.