Der beste Nährboden für Schimmelpilze ist – neben Staub und Dunkelheit – die Raumluftfeuchtigkeit. Da im Bad regelmäßig Wasserdampf entsteht und sich als Kondenswasser niederschlägt, ist das Bad auch der begünstigte Ort für die Bildung von Schimmelpilzen. Das Risiko von Schimmelpilzbefall im Badezimmer ist den Nutzungsbedingungen entsprechend besonders groß.
Man kann die Bildung von Schimmelpilz bevorzugt in dauerfeuchten Ecken, im Bad, an Duschvorhängen und dauerelastischen Fugen beobachten. Verursacher ist dann meist eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, die zur Innenkondensation an (relativ zur Raumluft) kälteren Stellen führt. Hier kann die Luft weniger Wasser speichern und die Sättigungsgrenze, der sogenannte Taupunkt, an dem gasförmige Feuchtigkeit zu kondensieren beginnt, wird erreicht. Das Kondensat schafft dann die Basis für das Wachstum der Pilze.
Das Kondenswasser löst Stoffe, die in Putzen, Tapeten, Holzverkleidungen u. ä. enthalten sind und bietet damit den optimalen Nährboden für das Anwachsen von in der Luft zirkulierenden Schimmelpilzsporen. Normalerweise erkennt man Schimmelpilz mit bloßem Auge. Dunkle und unansehnliche Flecken, (Stockflecken) bilden sich an der Wand, gefolgt vom Wachstum des Schimmelpilzes. Die Dunkelheit des Fleckens zeugt von der Stärke des Schimmelpilzbefalls. Selbst dauerelastische Badfugen mit pilzabtötenden und wachstumshemmenden Wirkstoffen verlieren ihre besondere Eigenschaft nach einigen Jahren. Der Schimmel durchwächst dabei die gesamte Fuge, oberflächliches Abwischen reicht nicht mehr.
Wohnung als Luftverbund betrachten!
Die Wohnung oder das Haus muss als Luftverbund funktionieren. Belüftet werden die dauerbewohnten Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer und Kinderzimmer. Es muss sichergestellt sein, dass Wohnungstüren nicht hermetisch schließen. Wenn man unter der Türe eine Tageszeitung durchschieben kann, reicht das für den Luftdurchtritt schon aus. Wem das nicht gefällt, kann in die Zimmertüren Lüftungsgitter einsetzen.
Die Entlüftung ist in den sogenannten Nassräumen vorzunehmen, also Bad, Küche und WC. Das geschieht am besten über Abluftventilatoren, die an einen Abluftkanal angeschlossen sind oder die belastete Luft mit einer Mauerdurchführung durch die Außenwand ins Freie transportieren (dezentrale Lüftung). Der Energieaufwand zum Betrieb des Gerätes muss in die Gesamtenergiebilanz einfließen.
Durch diese Form der intensiven Energienutzung und durch den Verzicht des "Stoßlüftens" können bis zu 60% der Lüftungswärmeverluste eingespart werden.
Der Energieaufwand für den Betrieb einer dezentralen Entlüftung ist sehr gering.
Bei Ventilatoren mit einer Leistungsaufnahme von ca. 3 Watt/h entspricht das einem Aufwand von derzeit ca. 2,50 Euro/Jahr; demgegenüber entstehen Vorteile von mindestens 40 bis 50 Euro jährlich durch reduzierte Heizkosten.
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