Das behandelte PEX- Rohr und die Aluminiumschicht sorgen dafür,dass das Rohr sauerstoffdicht ist und somit nicht ausschließlich im Sanitär-, sondern auch im Heizungsbereich eingesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht jedoch noch darin, dass auch andere Medien wie Gase, Öle und Chemikalien hierin »transportiert« werden können. Dass dieses Rohr von Fachleuten als »Rohr der Zukunft« bezeichnet wird unterstreicht auch die Tatsache, dass alle europäischen Hersteller – insbesondere deutsche – ihre Produktionsstätten für MT-Verbundrohre in den letzten Jahren ständig vergrößert haben. Für das Jahr 2001 wird diesem Rohr eine Spitzenstellung prognostiziert. Durch die bereits erwähnte Formstabilität und Flexibilität, kann das Rohr mit einer sehr hohen Zeiteinsparung gegenüber allen anderen Rohrtypen verlegt werden. Schweißen oder Löten entfällt, da die Rohre auf einzelnen Etagen von der Abzweigung (Verteiler) bis zur Zapfstelle in einem Stück verlegt werden können. Somit wird ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt erzielt: Rohrsysteme ohne Lötstellen haben keine Schwachstellen, die undicht werden können. Die MT-Verbundrohre werden mit Fittings (Wandscheibe, Verteiler o.ä. ), die eine spezielle Hülse haben und mit einer Presszange gepresst werden verbunden.
Für den Baumarkt wurden verschraubbare Fittings entwickelt, damit der Heimwerker nicht Spezialwerkzeuge anschaffen muss. Anwender sollten darauf achten, dass die Gewinde genormt sind und den üblichen Zoll-Dimensionen entsprechen. Es gibt im Markt allerdings auch Systeme, die eine Art »Spezialwerkzeug« zur Montage benötigen. Dabei handelt es sich um einen kleinen Kunststoff-Kalibrierdorn, der das durch Schneiden oder den Transport leicht unrund gewordene Rohr auf die für die Aufnahmehülse notwendigen Durchmesser bringt. Dieses Rohr kann mit normalen Rohrschneidern oder speziellen Scheren abgelängt werden. Die Überwürfe der Verbindungsadapter werden mit einer handelsüblichen Zange oder einem Maulschlüssel angezogen.