Ursprünglich aus der Urinalrinne entstanden sind Urinale ein normales Erscheinungsbild in Toiletten von Büros oder gastronomischer Betriebe und in öffentlichen Bedürfnisanstalten. Die großen Vorteile dort sind die platzsparende Anordnung und die zusätzliche Hygiene des Nutzers durch Vermeidung von Körperkontakt mit der Sanitärkeramik.
Zunehmend findet das Urinalbecken allerdings auch Verwendung in privaten Haushalten. Relativ wenig Platz einnehmend ist ein Pissoir, ähnlich wie ein Bidet, recht gut in ein durchschnittlich großes Badezimmer zu integrieren.
Ein angenehmer Aspekt vom Urinal im eigenen Familienbad, dass sich das leidige Thema "sitzen oder stehen" erübrigt und sich der Reinigungsaufwand im Badezimmer verringert.
Der Hauptvorteil des Urinals ist jedoch vor allem die Einsparungen im Wasserverbrauch. Der Wasserverbrauch eines gebräuchlichen WCs ist relativ hoch und liegt bei 9 bis 14 Litern pro Spülung! Bei einem Urinal hingegen werden nur 2 bis 3 Liter verbraucht, ganz sparsame Varianten kommen sogar mit 1 Liter aus.
Ein noch höheres Einsparpotential bieten die wasserlosen Urinale, die mit speziellen Siphons ausgestattet sind, die den Urin abfließen lassen.