Das dringlichste Problem aber sind Bleileitungen. In Altbauten im Norden Deutschlands aus der Zeit vor 1973 und in den neuen Bundesländern finden sich noch vermehrt die grauen, schweren Rohre, meist ohne Winkelstücke, mit dicken Lötwulsten, die man mit Messer oder Schraubenzieher leicht einritzen kann.
Blei ist hochgiftig, es wirkt sich nachgewiesenermaßen besonders nachteilig auf das Wachstum des jungen Gehirns aus (ein Symptom ist verzögerte Sprachentwicklung bei Kindern). Sollte die Installation unter Putz liegen, muss man Informationen von den Vorbesitzern einholen oder eventuell alteingesessene Sanitärbetriebe fragen.
Erste und einfachste Maßnahme ist, kein so genanntes Stagnationswasser mehr zu verwenden. Schon Wasser, das länger als 30 Minuten in der Leitung gestanden hat, sollte man abfließen lassen oder zum Putzen verwenden, erst das kühle, frische vom Versorger ist wieder für Tee, Kaffee und fürs Fläschchen geeignet.