Wasserenthärtung verhindert das Verkalken von Leitungen und Geräten oder zögert es zumindest hinaus. Die klassische Wasserenthärter gegen zu viel Kalk arbeiten auf der Basis eines Salzaustausches.
Die Ablagerungen bildenden Magnesium-Ionen- und Calcium-Kationen werden anhand eines Ionenaustauschers durch andere Ionen-Paarungen ersetzt, bevor sie sich als Kalk auf Heizstäben oder in Rohren absetzen können. Man kann Wasserenthärter auch beim Betrieb der Wasch- oder Spülmaschine zugeben.
Aber auch auf den schönen neuen Oberflächen in Bad und Küche zeigen sich bei hartem oder mittelhartem Leitungswasser schnell hässliche Kalkverkrustungen. Ganz nebenbei erhöht sich auch der Energieverbrauch durch verminderte Wärmeabgabe.
Kalk birgt jedoch noch eine weitere Gefahr in sich: Kalkablagerungen haben keine glatte, sondern eine stark zerklüftete Oberfläche, die einen idealen Wachstumsraum für Bakterien wie z. B. Legionellen bieten. Komfortabler und wirkungsvoller sind daher Wasserenthärtungsanlagen, die der Wasserverteilung im Haus vorgeschaltet werden. Für Trinkwasseranlagen sind nur geprüfte Enthärter zugelassen (GS-Zeichen und DIN-/DVGW-Zeichen).
Lochfraß durch Rost
Rostpartikel und eingeschwämmter Schmutz verursachen bei Ablagerung Korrosion und weitere Rostbildung in der Wasserinstallation und führen zu Lochfraß und zu drohendem Wasserrohrbruch.
Auf diesen Schmutz- und Rostablagerungen können sich wie auch auf den Kalkschichten Keime, wie Viren und Bakterien besonders gut halten, sie sind ein potentieller Schutz- und Brutraum. Zudem verringern solche Ablagerungen den Durchfluss des Trinkwassers.
Aus diesem Grund wird in der DIN 1988 der Einbau von Filtern in die Hauswasser installation aus Metall und Kupferrohren vorgeschrieben und auch bei Kunststoffrohren empfohlen. Schutz vor Rost und Schmutz bieten Filter. Viele Haushalte kennen Kalkprobleme: Filter, Enthärtungsanlagen und Dosiergeräte schaffen hier die nötige Abhilfe.
Schmutzpartikel
Das hört man als Hausbesitzer und -bewohner gerne: Sanierung korrodierter und verkalkter oder schlicht bleierner Installationen sei ohne Austausch der Rohre, ohne Aufstemmen der Wände möglich. Es werden hierbei zuerst die Leitungen mit Korund- Sand oder Metall-Schrot und Druckluft gereinigt, dann mit Epoxidharz von innen beschichtet.
Tatsache ist aber, dass bisher Langzeit-Erfahrungen fehlen und in einigen Fällen sich im Nachhinein Teile der Versiegelung im Trinkwasser wiederfanden. An dieser Technik, so die Experten, bei der der Teufel im Detail und in der Ausführung steckt, muss noch gefeilt werden.
Allgemein gelangen durch Sanierungsmaßnahmen, Reparaturen oder Neuanschlüsse des Rohrleitungsnetzes immer wieder Schmutzpartikel wie Hanf, Späne, Sand oder Ähnliches in das Wasser.
Ein hinter dem Wasserzähler des Hauses installierter Filter (laut DIN 50930 Pflicht) dient der Entfernung von groben Partikeln wie Sandkörnern und Rost. Filter müssen regelmäßig gemäß Herstellerangaben gereinigt werden, ansonsten kommt es zum Wachstum von Bakterien, die wiederum an das vorbeifließende Trinkwasser abgegeben werden.