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Feuerlöscher ist nicht gleich Feuerlöscher. Nicht nur im gewerblichen Brandschutzbereih, auch für den Privatanwender zuhause gibt es inzwischen eine Fülle verschiedener Angebote, die sich vor allem in der Wahl der Löschmittel unterscheiden. Und nicht jeder Feuerlöscher eignet sich für jeden Brandherd. Wir geben die Übersicht über die wichtigsten Feuerlöscherarten und ihre Löschmittel.
 - Fettbrandlöscher (Foto IFS)
Der Fettbrandlöscher gehört zu den Spezialbrandlöschern und ist vor allem für den Einsatz in der Gastronomie gedacht. Man erkennt einen Fettbrandfeuerlöscher an der Aufschrift "Geeignet zum Löschen von Speiseöl- und Speisefettbränden". Diese Feuerlöscher sind speziell für das Löschen von brennendem Frittieröl, Speiseöl und Speisefett entwickelt worden.
VORSICHT: Unter keinen Umständen darf man versuchen, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen. Das Wasser würde im heißen Fett explosionsartig verdampfen. Auch Feuerlöschdecken sind zur Bekämpfung von Fettbränden vollkommen ungeeignet.
Vorteile Fettbrandlöscher: Für Brandklasse A und für Brandklasse F (Speiseöl bzw. Speisefettbrände) geeignet.
Nachteile Fettbrandlöscher: Kein einfaches Nachfüllen des Löschmittels.  - Kohlendioxid-Feuerlöscher (Foto: Noris)
Das Gas Kohlendioxid verdrängt den Sauerstoff und entzieht dem Brand so die Nahrung. Kohlendioxid-Feuerlöscher eignen sich besonders zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden in geschlossenen Räumen.
Im Gegensatz zu den Pulverlöschern können die CO2-Löscher auch ohne Probleme in elektrischen Anlagen eingesetzt werden, da Kohlendioxid elektrisch nicht leitfähig ist.
Allerdings muß beim Löschen mit Kohlendioxid besonders auf den Gesundheitsschutz geachtet werden. Bei einem Luftanteil von über 8% führt CO2 zu Atemnot, Schwindel, Erbrechen, Atemstillstand und Bewußtlosigkeit.
Vorteile Kohlendioxid-Feuerlöscher: Kohlendioxid verfliegt rückstandsfrei und ist daher besonders für Brandfälle in elektrischen Anlagen, Rechenzentren oder Büros sowie Räumen mit hochwertigen Einrichtungsgegenständen geeignet.
Nachteile Kohlendioxid-Feuerlöscher: Nur für Innenräume geeignet. Gesundheitliche Gefährdung durch das Kohlendioxid. Nur Brandklasse B.  - Pulverlöscher (Foto: Westfalia Versand)
Die meisten Pulverlöscher verwenden als Löschmittel "ABC-Pulver". Es handelt sich dabei um ein feinpulveriges Salzgemisch, mit dem der Brand abgekühlt, einnebelt und erstickt wird.
Vorteile Pulverlöscher: Sehr effektive und zuverlässigeBrandlöschung. Geeignet für Brandklassen A, B und C (brennende Gase).
Nachteile Pulverlöscher: Der Löschmittelschaden ist sehr hoch. Das versprühte feinstäubige Pulver verteilt sich extrem, was bedeutet, dass nach dem Brandfall nicht nur die Brandfläche, sondern auch alle angrenzenden Bereiche gereinigt werden müssen. Das ABC-Pulver kann auch in elektrische Anlagen eindringen und Metallelemente korrodieren. Daher sind Pulverfeuerlöscher ungeeignet für Büroräume oder technische Anlagen.
 - Schaumfeuerlöscher (Foto: Minimax AG)
Geeignet für Brandklasse A und B
Schaumlöscher werden überall dort eingesetzt, wo Brände fester Stoffe organischer Natur sowie Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen zu bekämpfen sind. Das ist häufig der Fall in Industrie- oder Handwerksbetrieben. Auch in Büros werden meist Schaumfeuerlöscher eingesetzt.
Vorteile Schaumlöscher: Schaumfeuerlöscher sind umweltfreundlich und kostengünstig. Löschmittelrückstände sind auf die Brandfläche selbst beschränkt und ziehen die weitere Umgebung nicht in Mitleidenschaft.
Nachteile Schaumlöscher: der Löschmittelschaden ist fast so hoch, wie beim Wasserlöscher. Ungeeignet in frostgefährdeten Bereichen. Ungeeignet für Brandklasse C.  - Wasserlöscher (Foto: Feucom)
Wie der Name bereits verrät, löscht der Wasserlöscher gant klassisch mit Wasser. Bei Wasserlöschern ist nicht die Wassermenge für den Löscherfolg ausschlaggebend, sondern wie die Oberfläche der Wassertropfen beschaffen ist. Der Wasserlöscher gibt das Wasser als Nebel verstäubt ab. Das geschieht durch den hohen Druck, der sich bei der Auslösung des Feuerlöschers im Behälter aufgebaut hat.
Die feinen Tröpfchen können dann die Wärmeenergie des Feuers absorbieren.
Nachteile des Wasserlöschers: Er ist nur zum Löschen fester Brennstoffe wie zum Beispiel Holz oder Stoffe (Brandklasse A) geeignet. Außerdem fügt man bisweilen dem Brandschaden noch einen weiteren Wasserschaden hinzu.
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