Wenn der Fasching seinem Höhepunkt zustrebt, schrillen bei den Brandschutzexperten der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ wieder die Alarmglocken. Denn nach wie vor werden die privaten Haushalte zum überwiegenden Teil mit brennbaren Papierschlangen, Girlanden und Lampions geschmückt.
Zum Teil gilt dies sogar für Gaststätten und Ballsäle, bei denen – meist aus Unwissenheit – anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen B1-Materialien unbehandelte und daher leicht brennbare Dekorationen verwendet werden. In solchen Fällen genügt bereits der kurze Kontakt mit einer Kerzen- oder Feuerzeugflamme, um den Party- oder Veranstaltungsraum binnen kürzester Zeit in Vollbrand zu setzen.
„Die Gefahr liegt in der Kombination aus brennbaren Dekorationen, der Vielzahl an Zündquellen und der im Fasching herrschenden Ausgelassenheit der Partygäste“, erklärt Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVSBrandverhütungsstelle für OÖ. „Durch die große Menge an leicht brennbaren und über den ganzen Raum verteilten Papierschlangen oder –girlanden kann sich ein kleiner Brandherd in Windeseile ausbreiten!“
Ebenfalls gefährlich: Sprays, Perücken und manche Kostüme
Verschärft wird die Brandgefahr durch die häufige Handhabung von Tischfeuerwerken, Spray-Schlangen, Glitzersprays und ähnlichen Juxartikeln. „Auch hier genügt ein zu geringer Abstand zu einer Kerzenflamme und das Unglück nimmt seinen Lauf“, so Eisenbeiss. „Wenn dann auch noch leicht brennbare Faschingskostüme – zum Beispiel aus Watte oder Hanf – in Brand geraten, ist die Katastrophe perfekt.“ Der Brandschutzexperte empfiehlt daher, den Fasching mit seinen Bällen, Partys und Gschnasveranstaltungen zu genießen, dabei aber die nachfolgenden Sicherheitstipps zu befolgen: