Durch das Angebot an verschiedenen Profilen, Rosetten und Dekorstücken sowie ihre unbegrenzten Kombinationsmöglichkeiten gibt es in der Raumgestaltung praktisch keinen Wohn- und Objektbereich mehr, bei dem Zierprofile nicht eine dekorative Aufgabe erfüllen könnten. Zwar finden sie meist wie der Stuck als Wandabschlussleiste Verwendung, doch werden sie heute von kreativen Malern, Raumausstattern und Innenarchitekten auch zu anderen Gestaltungszwecken verwendet.
Für den Einsatz von Zierprofilen gibt es aber nicht nur dekorative, sondern auch zweckmäßige Gründe. Beispielsweise können optische Raumkorrekturen mit ihnen durchgeführt werden – hohe Räume wirken niedriger, ungünstige Proportionen werden ausgeglichen. Zierprofile verdecken unsaubere Tapetenabschlüsse, im Nachhinein verlegte Kabel, indirekte Beleuchtung, nüchterne Vorhangschienen, usw., dem Ideenreichtum eines Einrichters sind hier keine Grenzen gesetzt.
Häufige Anwendung finden Zierprofile für sogenannte "Tapetenfelder". Darunter versteht man die Gliederung einer Wandfläche in einzelne Felder oder Kassetten, die mit einer Kontrasttapete gefüllt und mit dekorativen Flachprofilen umrandet werden. Bestimmte Bilder oder Objekte lassen sich in dieser Form kunstgerecht in Szene setzen.
Ebenso könnte die Wand z. B. mit einer unifarbenen Tapete tapeziert und in den Feldern eine im Farbton passende Mustertapete verwendet werden, wie sie in zahlreichen Tapetenkollektionen angeboten wird. Für die Umrandung gibt es fertige Bogenstücke in stilvoller oder moderner Ausführung.