Die Glasurit Lacke und Farben sind sehr leicht zu verarbeiten. Selbst Ungeübte erzielen schnell ein hochwertiges Ergebnis. Beachten Sie einfach die Grundregeln – und schon kommt Farbe in Ihr Leben.
Es gibt lösemittelhaltige Lacke (z. B. Kunstharzlacke) und wasserverdünnbare Lacke (z. B. Acryllacke). Für Grundierung sowie Zwischenanstriche und Schlussanstrich sollten Sie im Regelfall die gleiche Lackbasis verwenden, also entweder nur wasserverdünnbare Lacke oder nur lösemittelhaltige.
Im Allgemeinen haben die Kunstharzlacke eine strapazierfähigere Oberfläche. Sie sind härter als wasserverdünnbare Lacke. Die Räume während der Verarbeitung und des Trocknens gut lüften.
Damit Sie eine schöne, glatte Oberfläche bilden können, benötigen diese Lacke eine ausreichende Schichtdicke. Deshalb sollten Sie das Material auch nicht zu dünn streichen oder rollen. Eine Reihe von wasserverdünnbaren Produkten trägt das Umweltzeichen "Blauer Engel".
So prüfen Sie den Untergrund auf seine Tragfähigkeit: Mit einem scharfen Messer ein Gitter im 2-mm- Abstand in die Oberfläche ritzen.
Anschließend ein Klebeband fest andrücken und ruckartig abreißen.
Kleben viele Beschichtungsanteile (mehr als 20 %) am Band fest, muss der Altanstrich entfernt und neu aufgebaut werden.
Damit der neue Anstrich hält, braucht er einen sauberen und trockenen Untergrund ohne Staub, Fett oder Rost. Beim Überholungsanstrich zunächst lose haftende Altanstriche entfernen. Dann den Untergrund mit Seifenlauge und einem Küchenschwamm reinigen. Anschließend mit klarem Wasser abwaschen. Nun wird der Untergrund mit Schleifpapier (Körnung variiert in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des Untergrundes) angeschliffen. Vorsicht: Die Weiterbehandlung/ Entfernung von Farbschichten wie Schleifen, Abbrennen etc. kann gefährlichen Staub und/oder Dampf verursachen. Arbeiten nur in gut gelüfteten Bereichen durchführen. Angemessene (Atem-) Schutzausrüstung anlegen, falls erforderlich.
Beim Streichen muss eine normale Raumtemperatur vorherrschen. Wenn Sie in zu kalten oder warmen Räumen streichen, können ungleichmäßige Oberflächen entstehen. Vermeiden Sie auch Zugluft und direkte Sonneneinstrahlung.
Nägel und Schrauben rosten bei der Verwendung wasserverdünnbarer Lacke nicht, wenn sie vorher mit Glasurit Rostschutzgrund Wasserverdünnbar behandelt werden.
Rothölzer und Aststellen mit Glasurit Universalgrund Wasserverdünnbar bzw. bei der Verwendung von Lacken auf Kunstharzbasis mit Glasurit Vorstreichfarbe streichen.
Unbehandelte Untergründe und Schadstellen sollten Sie im Regelfall (Ausnahme: z. B. Glasurit Buntlack 2in1) mit der geeigneten Grundierung vorstreichen. Dadurch werden Poren gefüllt, Unebenheiten ausgeglichen und die Haftung der folgenden Anstriche sichergestellt. Dann erst erfolgt der Zwischen- und Schlussanstrich im gewünschten Farbton.
Beginnen Sie Ihre Anstriche stets am Fenster. So rollen Sie vom Lichteinfall weg und können eventuelle Ansätze besser erkennen und vermeiden. Zuerst streichen Sie die Decke, dann Wand für Wand. Streichen Sie mit einem Flachpinsel oder einer kleinen Farbrolle zuerst die Ecken, Kanten und rund um Lichtschalter und Lampen. Erst dann ist die Fläche an der Reihe.
Rühren Sie den Lack zu Beginn mit einem Rührholz gut um. Den Pinsel immer nur halb eintauchen.
Spannen Sie ein Klebeband über die Dose und streifen Sie daran Ihren Pinsel ab – so bleibt der Dosenrand sauber.
Noch ein Trick: Bleibt beim Lackieren mal ein Haar hängen, einfach das Klebeband mit der Klebeseite nach außen knicken und das Haar vorsichtig aufnehmen.
Lack in die Lackwanne gießen, die Farbrolle darin einarbeiten und gut abrollen. Nun erst längs auftragen, dann quer verteilen und zum Schluss wieder längs rollen. Rollen Sie Bahn neben Bahn stets leicht überlappend, um Ansätze zu vermeiden. Sollten beim Lackieren kleine Bläschen entstehen, rollen Sie noch einmal ohne neuen Lack aufzunehmen ganz leicht über die bereits lackierte Fläche. Die Lackwanne kann man bei mehrmaliger Verwendung einfach mit Abdeckfolie auskleiden.
Pinsel oder Rolle können Sie problemlos über Nacht aufbewahren, indem Sie sie in Frischhaltefolie luftdicht einwickeln.
Ist die Lackierung fertig, reinigen Sie die Werkzeuge je nach Lackart mit Pinselreiniger bzw. Wasser.
Zum Aufbewahren hängen Sie sie einfach auf, zum Beispiel mit einem langen Nagel in ein leeres Gefäß.
So bewahren Sie Dosen mit Lackresten auf: fest verschließen und kurz umdrehen; anschließend trocken, kühl und frostfrei lagern. Farbtöpfe und Eimer sowie andere Arbeitsmaterialien entsorgen Sie bitte vorschriftsgemäß. Nur restentleerte Gebinde gehören ins Recycling. Hart gewordene Pinsel und Rollen geben Sie in den Hausmüll. Gebinde mit Resten müssen Sie bei einer Sammelstelle für Altlacke abgeben oder nach EU-Abfallschlüssel 080111 bzw. 080112 entsorgen.