Lack ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Beschichtungsstoffen auf der Basis organischer Bindemittel. Je nach Art der organischen Bindemittel enthalten Lacke organische Lösemittel und / oder Wasser sowie gegebenenfalls zusätzlich Pigmente, Füllstoffe und andere Zusätze.
Die Gruppe der Lacke lässt sich in folgende drei Gruppen einteilen:
- Klarlacke sind unpigmentierte Lacke, die je nach Bindemittel eine Eigenfärbung aufweisen können
- Lasuren sind Lacke mit einem geringen Pigmentanteil, die den Untergrund durchscheinen lassen. Sie werden in der Regel auf Holz eingesetzt
- Lackfarben sind deckende, pigmentierte Lacke. Lacke sind in erster Linie Oberflächenschutzmaterialien und haben in dieser Funktion die vielfältigsten Aufgaben zu erfüllen.
Heute gibt es fast für jeden Zweck und Anwendungsbereich speziell abgestimmte Lackmaterialien. Ohne Lacke gäbe es keine Konservendosen, denn alle Dosen sind zum Schutz vor Korrosion auf der Innenseite beschichtet. Ebenso ist das Telefonieren oder die Herstellung von Elektromotoren ohne Elektro-Isolierlacke nicht möglich.
Die jedermann bekannten, sogenannten "Bautenlacke" stellen nur ein kleines Segment des Lackmarktes dar. Bautenlacke dienen dem Schutz und der dekorativen Gestaltung von Bauteilen und Möbeln. Sie sind in unterschiedlichen Glanzgraden und grenzenloser Farbtonvielfalt erhältlich. Während die Decklacke, also die Schlussbeschichtungen, auf fast jede Grundierung aufgebracht werden können, gilt es bei der Auswahl der Grundierung darauf zu achten, dass sie für den jeweiligen Untergrund geeignet ist.
Ebenso muss vor dem Anstrich klar sein, welchen Belastungen der Lackfilm ausgesetzt sein wird. Insbesondere bei der Farbtonauswahl muss berücksichtigt werden, dass nicht jeder Farbton UV-beständig und somit eine Farbtonveränderung durch starke Sonneneinstrahlung unvermeidbar ist.
Für die meisten Anwendungsgebiete gibt es mehrere alternative Lacksysteme, die den Verbraucher vor die Qual der Wahl stellen. Soll er nun einen Alkydharzlack, ein wasserverdünnbares Lacksystem auf Acryl-Basis oder einen High-Solid-Lack einsetzen?
Bewährt haben sich seit Jahrzehnten die Alkydharzlacke. Sie sind hoch belastbar, leicht zu verarbeiten und werden vom Profi zu ca. 90 % für Lackierarbeiten eingesetzt.
Wegen der deutlichen Geruchsbelastung bei den Alkydharz- und High-Solid-Lacken entscheiden sich viele Verbraucher für den Einsatz eines wasserverdünnbaren Lackes. Der Einsatz von Acryllacken bedeutet aber, dass Abstriche in der Oberflächenqualität und bei den Verarbeitungseigenschaften gemacht werden müssen.