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Die Qualität guter Innenfarben wird prinzipiell durch drei Kriterien bestimmt: Erstens - der Gehalt an hochwertigen Bindemitteln, zweitens - der Gehalt an hochwertigem Weißpigment und drittens - optimale Umweltverträglichkeit. Aus den beiden ersten Rezeptur-Komponenten leiten sich wiederum die Qualitätsmerkmale ab. Die Oberfläche, die bei der Verwendung einer hochwertigen Wandfarbe entsteht, muss absolut tuch- oder stumpfmatt sein, so dass weder an der Decke noch an der Wand bei Lichteinfall von oben oder von der Seite (Fenster oder Kunstlicht) ein Glanzeffekt auftritt.
Glanzeffekte führen zu einer "unruhigen" Oberfläche und zu einem hässlichen sichtbarwerden eventuell vorhandener Mängel des Untergrundes - speziell bei schlecht verarbeiteten Putzen - und damit zu einem minderwertigen Anstrich-Ergebnis. Nur unter Verwendung von bestimmten Mattierungsmitteln ist es möglich, tuch- und stumpfmatte Oberflächen auch bei kritischen Untergründen und problematischen Beleuchtungsverhältnissen zu erzielen.
Eine wirkliche Waschbeständigkeit im eigentlichen Sinne wird in der Regel bei Dispersionsfarben nur im Küchen- und Badbereich benötigt. Waschbeständigkeit bedeutet in diesem Falle, nicht nur Fingerabdrücke oder leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Lappen beseitigen zu können.
"Fette", bindemittelreiche, glänzende Latexfarben sind in dieser Eigenschaft grundsätzlich den matten Wandfarben überlegen. Aus diesem Grunde ist je nach Beanspruchungsklasse die Produktentscheidung vorab zu fällen.
Gute Waschbeständigkeit ist ein Kriterium, das unmittelbar mit dem Bindemittelgehalt zusammenhängt. Viel Bindemittel bedeutet gute Waschbeständigkeit oder auch allgemein einfach gute Farbe, da die anderen Qualitätskriterien ebenfalls von einem hohen Bindemittelgehalt abhängen.
Eine Qualitäts-Dispersionsfarbe zeichnet sich deswegen auch dadurch aus, dass sie auf unterschiedlichen Untergründen fest haftet, ohne dass es zu Ablösungen oder Abblätterungen kommt (Fingernagelprobe). Durch einen hochwertigen Anstrich mit einer ausgewogenen Mischung von richtigem Bindemittel und Pigment wird darüber hinaus eine gute Wasserdampf- Diffusionsfähigkeit des Anstriches in allen Räumen sichergestellt und in Problembereichen wie Feuchträumen Schwitzwasserbildung weitestgehend vermieden. Wichtig für die Praxis ist auch das Deckvermögen, das so gut sein soll, dass in den meisten Fällen mit einem einzigen Auftrag der Innenfarbe eine einwandfreie Oberfläche erzielt werden kann, die alle Untergrundmängel - seien es Verschmutzungen, kleinere mechanische Beschädigungen, Überlappungen von Raufasertapeten, Tapetenstöße - in einem Arbeitsgang egalisiert. Gutes Deckvermögen lässt sich nur durch einen hohen Prozentsatz an hochwertigem Weißpigment in der Farbenrezeptur sicherstellen. Sogar für Allergiker geeignet - Alpina- Farben haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Anstrengungen unternommen, Emissionen aus Beschichtungsstoffen zu reduzieren, um die Umweltbelastung zu minimieren. Ein Beispiel hierfür sind emissions- und lösemittelfreie Innenfarben, mit denen dem Unternehmen eine weltweite Produktinnovation gelang.
Um eine ausreichende Haltbarkeit dieser Produkte zu gewährleisten, ist, wie bei vielen Kosmetikartikeln auch, eine Konservierung notwendig. Konservierungsmittel bereiten gesunden Menschen im allgemeinen keine Probleme. Sensibilisierte Menschen hingegen können schon auf geringe Menge allergisch reagieren. Für Alpina war dies Anlass, mit Alpina Sensan die erste Dispersions-Innenfarbe ohne Konservierungsstoffe zu entwickeln. Zusätzlich gibt es auch Latexfarben, die glänzend sind. Diese besitzen hohes Deckvermögen, sind glanzstabil und nicht gilbend. Sie sind hoch reinigungsfähig und beständig gegen wässrige Desinfektions- und Haushaltsreinigungsmittel.
Besonders gut geeignet sind sie auch zur Beschichtung von Glasgewebe- Wandbelägen, weil deren ausdrucksvolle textile Struktur durch eine Beschichtung mit Hochglanz-Latex besonders gut zur Geltung kommt.
Nachteilig ist nur, dass sich derartige Farbe leider nur mit Latexfarbe auch wieder überstreichen lässt, sodass eine Raumveränderung durch Farbe entweder nicht möglich oder nur sehr kostspielig sein kann. Latexfarbe in Wohnräumen kann daher bei Weitervermietung zu Ärgernissen führen, wenn der neue Mieter die Räume nicht nach seinen Gutdünken gestalten kann. Lasuren liegen derzeit voll im Trend, sie verleihen der Wand lebendige Nuancen. Wandlasuren verhalten sich anders zum Licht als deckende Anstriche. Jede kleine Veränderung der Beleuchtung hat Einfluss auf die Farbwirkung. Zudem lässt die langsam trocknende Substanz Raum für allerlei kreative Ideen. Meist auf eine Grundierung oder einen helleren Grundton aufgetragen, kann die Lasur mit Werkzeugen wie Pinsel, Farbroller, Pappe oder Schwamm zu individuellen Mustern bearbeitet werden.
Die Kombination von aufeinanderabgestimmten, deckenden Farben ist eine andere Möglichkeit der Gestaltung. Auch hier lassen sich mit Hilfe von Schablonen, Effekt-Rollern oder anderen Hilfsmitteln schöne handwerkliche Dekorationseffekterzielen. DIN EN 13 300: Die neue Norm für wasserhaltige Beschichtungsstoffe für Wände und Decken im Innenbereich
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