Nach DIN 18550 können mineralische Putze, Bindemittel unterschiedlichster Art enthalten wie: Baukalk, Kalk/Zement-Gemische, Zement, Gips oder Lehm. Außerdem enthalten sie mineralische Zuschläge wie, Sand und Natursteinmehle.
Eingeteilt werden die mineralischen Putze, in verschiedene Putzarten: Außenputz, Innenputz, Unter- und Oberputz.
Mineralische Putze sind generell für den Innenbereich viele aber auch für den Außenbereich geeignet.
Ob ein Putz für den Außenbereich geeignet ist, hängt in entscheidendem Maße von seinen Bindemitteln ab.
Im Außenbereich muss der Putz extremen Witterungsverhältnissen insbesondere Feuchtigkeit, starken Temperaturschwankungen und hartem UV-Licht standhalten können. Daher müssen Außenputze besondere Witterungsbeständigkeit, wie sie Putze auf Kalk- Zement oder Zement- Basis besitzen, aufweisen.
Für den Innenbereich kommen auch andere Bindemittelsysteme in Frage, die viele bauökologische Vorteile mit sich bringen. Allen voran sind hier Gips-, Gips-Lehm-, Lehm- und Kalkhydrat-Putze aufzuführen.
Putze lassen sich sehr vielfältig einsetzen. Als Unterputz sind sie dankbare Untergründe für Maler- und Tapezierarbeiten, als Dekor-Putz bilden sie die optische Oberfläche. Zudem gibt es noch Putze mit speziellen Anforderungen. Ein Beispiel dafür ist der Abschirmputz.
Typische Unterputze sind Maschinenputzgipse und Handputzgipse. Maschinenputzgipse werden bei großen Flächen eingesetzt, da sie die wirtschaftlichste Lösung darstellen. Handputze sind ideal für die Renovierung oder beim Verputzen kleinerer Flächen.
Um die Putze für Ihre jeweiligen Eigenschaften zu optimieren, werden Ihnen von Herstellerseite spezielle Zusätze beigegeben. Diese verleihen ihnen hinsichtlich der Verarbeitbarkeit und der Funktionalität charakteristische Besonderheiten.
So lassen sich zum Beispiel durch die Kombination des klassischen Baustoffes Gips mit dem Hochleistungswerkstoff Carbon mineralische Putze herstellen die überall dort eingesetzt werden, wo die Abschirmung elektrischer und elektromagnetischer Felder gefordert sind.
Ein anderes Beispiel für funktionelle Putze, sind Putze zur Verbesserung der Raumakustik die auch noch als Dekorputz verwendet werden.
Reibeputze besitzen eine gröbere Körnung als die feinen Rollputze, meist ab 2 mm. Ihre Struktur erhalten sie durch beliebiges Reiben des auf Kornstärke aufgezogenen Putzes.
Die neuesten Tendenzen im Bereich der mineralischen Dekorputze gehen in die Richtung, die herausragenden ökologischen Aspekte rein mineralischer Putze mit den angenehmen Verarbeitungseigenschaften von Kunstharzputzen zu vereinen.
Innovativer Vorreiter dieser neuen Generation ist der Knauf Royal- Fertigputz:
Rein mineralisch, frei von Lösemitteln und Konservierungsstoffen ist er direkt aus dem Eimer verarbeitbar.