Putze sind Beläge aus Putzmörteln oder Beschichtungsstoffen. Sie werden auf Decken- oder Wandflächen aufgetragen und bestehen aus einer oder mehreren Putzlagen in unterschiedlichen Dicken. Die verschiedenen Putzarten übernehmen, je nach Zusammensetzung, in erster Linie bauphysikalische Aufgaben.
Grundsätzlich müssen die Putze auf die vorhandenen Untergründe abgestimmt sein. Es gilt die Regel: "Weich auf hart". Die Festigkeit/Härte der einzelnen Schichten sollte nach außen hin abnehmen. Dieses gilt für mineralische Putze auf "massiven" Wänden.
Wenn diese Grundregel eingehalten wird, können Trocknungsspannungen und Temperaturdehnung von den Putzen aufgenommen werden und es entstehen keine Schäden. In geringem Umfang auftretende Haarrisse sind nicht zu vermeiden und verursachen auch keine Schäden.
Bei Wärmedämmputzen und Putzen auf Wärmedämmverbundsystemen gilt die vorbeschriebene Regel nicht. Hier werden Bewegungen durch eine weiche Zwischenschicht abgefangen.
Bei Einsatz eines Wärmedämmverbundsystems sollten alle Komponenten – Kleber, Dämmplatte, Armierung und Putz – ebenfalls von einem Anbieter stammen. Nur wenn die im Verbund geprüften Produkte eingesetzt werden, ist die bauaufsichtliche Zulassung gültig.