Trass besitzt einen hohen Anteil an freier Kieselsäure, verschiedenen Mineralien sowie chemisch und physikalisch gebundenem Wasser.
Mit Kalkhydrat oder Zement gemischt, ergibt Trass ein Bindemittel mit ausgezeichneten mörteltechnischen Eigenschaften.
Trass verfügt über ein dichtes Molekulargefüge und besitzt daher eine erhebliche Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse.
Die Dichtheit der bei der Trass- Kalk- Reaktion entstehenden molekularen Verbindung hat außerdem noch einen weiteren Effekt: Der Kapillarporenraum wird derart verengt, dass die Wasserwanderung stark eingeschränkt ist.
Der Transport fleckenbildender Stoffe wird dadurch weitgehend unterbunden. Die Wasserdampfdiffusion bleibt jedoch unbeeinträchtigt.
Eine weitere Besonderheit von Trass ist seine hohe Fähigkeit zur Kalkbindung, bei der wasserlöslicher Kalk in eine wasserunlösliche Verbindung umgewandelt wird.
Das beispielsweise im Zement freigesetzte Kalziumhydroxid wird zu einem großen Teil gebunden und gelangt daher nicht mehr an die Putz- oder Gesteinsoberfläche.
Auf diese Weise ist die Bildung von Kalkausblühungen weitgehend vermeidbar.
Ein Effekt, der besonders bei der Verarbeitung wertvoller Natursteinmaterialien oder Fassadensteine erwünscht ist.