Welche gestalterische Idee verfolgen Sie mit dem Kleben einer Bordüre? Soll ein hoher Raum nicht mehr so hoch wirken? Sollen bestimmte Elemente wie Fenster, Türen, Sockel oder Spiegel umrahmt oder betont werden? Soll ein Sockel oder eine Fußleiste einen besonderen Abschluss erhalten? Soll der Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Wandbelägen kaschiert und / oder betont werden? Oder soll ein ansonsten schlicht gehaltener Raum einfach nur etwas aufgelockert werden?
Bei der Positionierung der Bordüre sollten Sie die wichtigsten Werkzeuge parat haben: Zollstock, Wasserwaage, evtl. ein Lot, Bleistift, Reißzwecken und Malerkrepp. Um spätere Überraschungen zu vermeiden, bringen Sie die Bordüre (oder ein Papier-Dummy) mit Stecknadeln, Reißzwecken oder Malerkrepp an die Wand und testen Sie die Wirkung. Ist es die gewünschte? Wenn nicht, so probieren Sie unterschiedliche Platzierungen und Höhen aus. Nun können Sie die genaue Position festlegen:
Die meisten Wände, Böden und Decken in einem Raum stehen nicht völlig akurat im rechten Winkel zueinander - an was Sie Ihre Bordüre schließendlich ausrichten, hängt von der grundsätzlichen Positionierung ab. Wenn die Bordüre parallel zu Möbeln sein soll, so wird sie am Boden ausgerichtet, soll sie kurz unter der Decke angebracht werden, so wird sie an der Decke ausgerichtet. Bei Hängeschränken und Bildern sollte sie genauso wie diese mit der Wasserwaage positioniert werden.
Wenn die Platzierung entschieden ist, nehmen Sie in kleinen Abständen immer wieder Maß vom Boden / von der Decke / vom Schrank, markieren die Höhe und verbinden die Markierungen anhand eines langen Lineals, einer Richtlatte oder einer straffen Schnur mit einem dünnen Bleistiftstrich.
Bei einer Bordüre im Treppenhaus nimmt man mit den Treppenstufen Maß (bzw. mit dem Winkel von der untersten bis zur obersten Stufe. Oftmals sind Treppenstufen nicht gleich hoch - würde man sich an ihnen orientieren und die einzelnen maßgenommenen Punkte verbinden, entstände eine Zickzacklinie.)
Die Verwendung von Bordüren an Wänden mit Dachschrägen sollten Sie vorher gut überlegen bzw. ausprobieren. Auf der geraden Wand wirkt die Bordüre (trotz gleicher Höhe!) höher als an der schrägen Wand - die Bordüre "springt".