Die Raufaser als der Klassiker unter den überstreichbaren Wandbekleidungen war ursprünglich gar nicht für diesen Einsatzbereich gedacht: Erfinder Hugo Erfurt entwickelte 1864 das Material als Dekorationspapier für Schaufenster und als Basispapier für Leimdrucktapeten.
Erst in den zwanziger Jahren entdeckte man die Raufasertapete dann als universell einsetzbare Gestaltungsmittel für Wohn- und Arbeitsräume. 1985 wird der Rauhfaser der blaue Umweltschutzengel für umweltverträgliche Herstellung verliehen.
Die typische Optik entsteht durch die in die Papiermasse eingebetteten Holzspäne, die je nach Größe und Form eine feine bis grobe Raufaserstruktur ergeben.
Die altbekannte "Rauhfaser" wurde ein Opfer der Rechtschreibreform und muss jetzt Raufaser geschrieben werden - allerdings beharrt der größte Hersteller immer noch auf die Schreibweise mit dem H. Daher werden Sie im Internet auch noch immer mit beiden Schreibweisen fündig.