Ausgangsstoffe für die Oberfläche von Textiltapeten sind Fasermaterialien aus Pflanzen, von Tieren oder chemische gewonnene Synthetikfasern, die grob oder fein, glatt oder gekräuselt sein können. Sie besitzen entweder ihren natürlichen Ausdruck oder sind durch Färben, Texturieren und Nachbehandeln verändert worden.
Es können Einzelfäden aus Baumwolle, Leinen, Wolle, Zellwolle, Kunstseide im Naturfarbton oder mit lichtechter Einfärbung verschiedener Stärken in glatt oder flauschig gesponnen auf das Tapetenpapier aufkaschiert sein.
Für Gewebetapeten wird hingegen zuerst ein textiler Fadenverbund aus Kett- und Schussfäden im Webstuhl produziert und dann aufkaschiert. Für Tapetengewebe sind hochwertige Fasern aus Jute, Leinen, Baumwolle, Seide, Kunstseide oder Papier geeignet. Textiltapeten zeichnen sich weiterhin durch eine warme Wasseroberfläche, einen angenehmer Griff, einen leichten Wärmedämmeffekt, eine Verbesserung der Raumakustik durch Schallabsorption, eine geringe Verschmutzungsneigung sowie ein zeitloses Design aus. Auf der Wand erscheinen Kettfädentapeten zumeist als geschlossene Fläche, da Nähte kaum sichtbar sind.