18.08.2009 10:43 Alter: 1250584980
Energieausweis kann 15.000 Euro Bußgeld nach sich ziehen
Kategorie: 2009
Der bedarfsorientierte Energieausweis kann schützen

Energieausweis
Fehlerhaft ausgestellte Energieausweise können laut DEKRA einen teuren Rechtsstreit nach sich ziehen. Aus diesem Grund empfiehlt die DEKRA allen Immobilieneigentümern einen bedarfsorientierten Energieausweis.
Bei den üblicherweise ausgestellten Energieausweisen besteht das Risiko, dass fehlerhafte Angaben über den Verbrauch zu falschen Ergebnissen führen. Im Oktober 2009 tritt die neue Energiesparverodnung (EnEV2009) in Kraft. Diese sieht Bußgelder bis 15.000 Euro für fehlerhafte oder unvollständige Energieausweise vor.
Besonders bei Nichtwohngebäuden sind verbrauchsorientierte Energieausweise
mit einem erhöhten Fehlerrisiko verbunden. Zusätzlich zur Heizenergie ist der
Stromverbrauch der vergangenen drei Jahre zu erfassen. Dies kann bei größeren
Objekten mit mehreren Pächtern - wie in Einkaufszentren oder Bürogebäuden
- zu erheblichen Abweichungen führen. Müssen fehlerhafte Werte überprüft
werden, steigt zudem der Arbeitsaufwand und der zunächst günstigere
Verbrauchsausweis kann schnell Mehrkosten verursachen.
Die Vorteile vom bedarfsorientierten Energieausweis
„Der bedarfsorientierte Energieausweis garantiert dagegen die objektive und
rechtskonforme Darstellung des Energiebedarfs eines Gebäudes“, betont Mike
Verhoeven, Energieexperte bei der Prüforganisation DEKRA. Grundlage des
Bedarfsausweises für Nichtwohngebäude ist die detaillierte Gebäudeaufnahme
durch zugelassene Experten nach der Norm DIN V 18599. Ab Oktober 2009 gilt
diese Grundlage mit Inkrafttreten der EnEV 2009 auch für Bedarfsausweise für
Wohngebäude.
Erfasste Daten für einen bedarfsorientieren Energieausweis
In der Gebäudeaufnahme sind alle Daten enthalten: über das Heiz- und Warmwassersystem,
die Kühlung und Lüftung sowie die Beleuchtung. Zudem werden
die Informationen der Bausubstanz integriert, wie die Abmessungen der Bauteilflächen
oder der Aufbau der Wände und Decken. Mit diesen Angaben wird der
Energiebedarf bei durchschnittlicher Beanspruchung des Gebäudes berechnet.
Die Prüfung vor Ort verhindert Fehler bei der Datenerhebung.