20.10.2005 16:07 Alter: 1129817220
Winterreifen – die sichere Alternative
Kategorie: 2005
Braucht man Winterreifen?

Die Winterreifen Saison in Deutschland.

Winterreifen-Einsatz auf Schnee

Im Oktober ist es allerhöchste Zeit die Winterpneus zu prüfen. Wichtig - unter 4 mm sollten Winterreifen nicht mehr montiert werden
Autofahrer in Deutschland sind nach einer Veröffentlichung im Spiegel vom 17.10.2005 offensichtlich verunsichert. Laut Spiegel sollen Messungen von AutoBild ergeben haben, dass die Bremswege von Sommer- und Winterreifen bei einer Außentemperatur von 7°C kaum Unterschiede aufweisen.
Der Reifenexperte, Franz Nowakowski von DEKRA, bestätigte dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn die positiven Eigenschaften der Winterreifen. Auf nassen Fahrbahnen verkürzt sich der Bremsweg bei Temperaturen unter 7°C mit einem Winterreifen. Der Sommerreifen hat dagegen einen deutlich längeren Bremsweg. Bei höheren Temperaturen – auch bei nasser Fahrbahn - liegt der Sommerreifen vorn. Diese Tatsache bestätigen auch Untersuchungen führender Reifenhersteller. Bei diesen Untersuchungen zeigte der Winterreifen auf nasser Fahrbahn unter 7°C deutliche Vorteile.
Die von der Initiative Pro Winterreifen propagierten 7°C sind ein Orientierungswert aus unterschiedlichen Reifentests und beziehen sich auf die Tagesdurchschnittstemperatur. Durch diese Angabe soll deutlich gemacht werden, dass sich bei niedrigen Temperaturen die Eigenschaften von Sommerreifen ändern. Allerdings nicht schlagartig, als ob ein Schalter umgelegt würde, sondern kontinuierlich, abhängig auch von den spezifischen Mischungen unterschiedlicher Reifen.
Auf glatten Fahrbahnen, also dann, wenn es für Autofahrer kritischer und das Risiko von Ausrutschern größer ist, funktionieren Winterreifen mit ihrer weicheren Mischung und speziellen Profilgestaltung (Lamellen) besser als Sommerreifen. Auf griffigen, rauen Fahrbahnen haben Sommerreifen Vorteile – auch wenn es mal unter die 7°C geht. Aber auf glatten Fahrbahnen und niedrigen Temperaturen wird es mit Sommerreifen kritisch.
Entscheidend für die Länge des Bremsweges ist vor allem der Fahrbahnzustand. Ist die Fahrbahn durch Laub, Schmiere oder Salz verschmutzt, greift der Winterreifen in jedem Fall besser und verkürzt den Bremsweg deutlich. Da in der Regel bereits ab Oktober Laub und Nässe die Fahrbahn zu einer schmierigen Angelegenheit machen, ist der Winterreifen schon im Herbst die bessere Alternative. Zudem muss man im Herbst mit Wintereinbrüchen rechnen; in weiten Teilen Deutschlands fällt der erste Schnee bereits im November. Wer erst dann auf Winterreifen umsteigen will, handelt sich in der Regel Schwierigkeiten ein, da das Ummontieren in den Werkstätten beim ersten Wintereinbruch oft mit langen Wartezeiten verbunden ist.
Zu guter letzt sind die Winterreifen bei tiefen Temperaturen auch im Abriebverhalten den Sommerreifen überlegen. Wer rechtzeitig sein Auto auf den Winter vorbereitet, ist bei unvorhergesehenen Wintereinbrüchen eindeutig im Vorteil. Die Initiative PRO Winterreifen hat sich zum Ziel gesetzt, durch Aufklärung und Information zur Steigerung der Verkehrssicherheit beizutragen. Die Initiative vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) wird von vielen Automobilclubs, Automobilherstellern, Verbänden, Reifenhandelsorganisationen und Reifenherstellern sowie weiteren Organisationen und Firmen unterstützt. Die Initiative informiert sachlich, markenneutral und ohne Verkaufsabsichten über die Vorteile von Winterreifen in der kalten Jahreszeit.
- Links:
- www.pro-winterreifen.de