Hygrometer

Falsches Lüften kann jedoch vor allem im Sommer und in vergleichsweise kühlen Räumen wie Kellern auch Feuchtigkeitsschäden verstärken. Die Zusammenhänge sind einfach: Sehr warme und feuchte Luft dringt in die Keller ein, kühlt dort auf 10°C oder weniger ab und kann in Wandnähe die Sättigungsgrenze erreichen, so daß Kondenswasser ausfällt. Eine grobe Abschätzung der Lage erhalten Sie mit einem Hygrometer: Er mißt Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Sehr trockene Außenluft herrscht vor allem im Winter, weil kalte Luft nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann. Erwärmt sich die eingeströmte trockene Luft, kann sie zur Austrocknung feuchter Wände beitragen.

 

Im Sommer sind die Zusammenhänge komplizierter: Hier können Sie wieder das Hygrometer einsetzen, um zu sehen, was mit der einströmenden Luft passiert. Sorgen Sie zunächst wieder für einen vollständigen Luftaustausch. Schließen Sie dann die Fenster, und messen Sie die Lufttemperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Vergleichen Sie das Ergebnis nach einigen Stunden: Ist die Luft feuchter geworden, hat sie Feuchtigkeit aus den Umschließungsflächen aufgenommen. Bleibt die Luftfeuchtigkeit gleich oder sinkt sie, kann Lüftung nicht zur Austrocknung beitragen. Möchten Sie im Sommer lüften, empfiehlt sich eine Lüftung in der Nacht.


Spezialglossar: Wände renovieren, Schimmel entfernen und vorbeugen

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